
50.000 Österreicher empfangen Firmsakrament
Mehr als 50.000 junge Katholikinnen und Katholiken empfangen an den traditionellen Firmterminen rund um das Pfingstfest das Firmsakrament. Sie werden damit zu mündigen Vollmitgliedern der Kirche und durch die Kraft des Heiligen Geistes befähigt, "in Wort und Tat für den christlichen Glauben Zeugnis zu geben", wie es im Weltkatechismus heißt.
Laut einer Aussendung der Diözese Linz empfingen im Vorjahr 10.410 Firmlinge das Sakrament in Oberösterreich. Österreichweit liegen für 2012 noch keine Zahlen vor, laut Kirchenstatistik wurden 2011 in den zehn Diözesen (inklusive Militärdiözese) knapp 55.000 Gläubige gefirmt. Begleitet wurden sie von fast 10.000 Firmhelferinnen und -helfern. 2010 gab es 58.000 Firmungen, 2009 waren es 59.000. Zum Vergleich: In den genannten Jahren wurden mit jeweils rund 50.000 Gläubigen bundesweit deutlich weniger Personen getauft als gefirmt.
Dass die Zahl der Firmlinge seit 2007 jährlich sinkt, führt die Diözese Linz laut den "Oberösterreichischen Nachrichten" (Dienstag-Ausgabe) auf den Geburtenrückgang zurück. Die Linzer Pastoraltheologin Hildegard Wustmans weiß, dass die Kirche vielen jungen Katholiken "nicht wichtig" sei, "Religion kann aber eine Bedeutung haben. Das, woran Jugendliche glauben, ist oftmals ein Patchwork aus verschiedenen Sinnangeboten", erklärte sie im OÖN-Interview. Es sei für Jugendliche normal, an Gott zu glauben, sich aber nicht als religiös zu bezeichnen. Allerdings warnte Wustmans davor, "die" Jugend als allzu homogen zu sehen, was Werte und Stile anbelangt.
Eine Trennlinie ergibt sich oft aufgrund der unterschiedlichen Feierkultur der Gesamtgemeinde und jener der Jugendlichen, so Stefan Schöttl, Referent für Firmpastoral in der Katholischen Jugend Oberösterreich. Zielgruppengerechte Angebote würden bei Jugendlichen aber gut ankommen.
Quelle: Kathpress