
Katholiken in aller Welt beten
Hunderttausende Christen in aller Welt werden am Sonntag gleichzeitig mit dem Papst eine Stunde lang für die Einheit im Glauben sowie für alle leidenden Menschen beten. Von 17 bis 18 Uhr römischer Zeit ist in Kathedralen, Kirchen und Klöstern rund um den Erdball eine Gebetsstunde angesetzt. Papst Franziskus leitet die Gebetsstunde vor dem in der Monstranz ausgesetzten Allerheiligsten im Petersdom des Vatikans. Aufgrund der Zeitverschiebung findet die Gebetsstunde in den Kirchen Vietnams um 22 Uhr statt, während es für deren Mitchristen auf Hawaii bereits 5 Uhr morgens ist.
Nach der Intention des Papstes sollen die Gläubigen als alle beten, die "unter den neuen Formen von Sklaverei leiden, für die Opfer von Kriegen, von Menschen- und Drogenhandel, für die Kinder und Frauen, die unterschiedlichen Formen von Gewalt ausgesetzt sind."
Die Initiative, an der Kirchen in 70 Ländern von Island bis Südafrika, von Portugal bis zu den Cook-Inseln teilnehmen, steht unter dem Motto "Ein einziger Herr, ein einziger Glaube". Sie gehört zu den Veranstaltungen des bis zum 24. November gehenden "Jahrs des Glaubens". Vorbereitet wurde sie vom Päpstlichen Rat für die Neuevangelisierung. Deren Präsident Erzbischof Rino Fisichella bezeichnete die Gebetsstunde als "historisches Zeugnis der weltweiten katholischen Einheit".
Auch in den österreichischen Domkirchen findet zeitgleich zur Andacht mit Papst Franziskus ein entsprechendes Programm statt. Im Wiener Stephansdom wird Weihbischof Stephan Turnovszky die eucharistische Andacht halten, in Feldkirch der neuernannte Diözesanbischof Benno Elbs oder in Graz Weihbischof Franz Lackner.