
Missbrauchsanklage gegen Ex-Pater rechtskräftig
Dem ehemaligen Geistlichen, der mittlerweile in den Laienstand zurückversetzt wurde, wird eine Reihe von Delikten angelastet, darunter sexueller Missbrauch sowie andere Sexual- und Gewaltdelikte. Nach Ermittlungen in anfangs 39 Fällen spricht die Staatsanwaltschaft nun von 24 Opfern, davon 15 von sexuellen Handlungen. Dem Mann wird zudem der Besitz einer verbotenen Waffe vorgeworfen.
Das Stift, das sich bisher stets dahingehend geäußert hat, man wolle sich "der Vergangenheit stellen", hatte bereits bei der Ankündigung des Gerichtsverfahrens im April eine Anklage gegen den ehemaligen Mitbruder und Internatsleiter begrüßt. Nach dem Abschluss dreijähriger Untersuchungen könnten nun die Ereignisse früherer Jahrzehnte - die Anklage bezieht sich auf Vorfälle zwischen 1973 und 1993 - geklärt werden, hieß es.
Man habe selbst seit dem Bekanntwerden einzelner Vorwürfe im Jahr 2010 jene Opfer, die sich meldeten, an die zuständigen offiziellen kirchlichen und staatlichen Stellen verwiesen, weiters "sofort personelle Konsequenzen gezogen" und auch die Aufarbeitung aktiv unterstützt, so das Benediktinerstift. Bisher hat die Abtei den Opfern über die Klasnic-Kommission 700.000 Euro an Entschädigung zugesprochen, davon 200.000 Euro an Therapiekosten. Für eine wissenschaftliche Aufarbeitung der Vorfälle wurde das Münchner Institut für Praxisforschung und Projektberatung (IPP) beauftragt.
Quelle: Kathpress