
Was Kardinal König und Papst Franziskus verbindet
Die innere Verbindung zwischen vielen Überzeugungen von Kardinal Franz König (1905-2004) und dem Denken von Papst Franziskus hat Superior P. Karl Schauer bei einem Gedenkgottesdienst in der Basilika Mariazell betont. Anlass war der 108. Jahrestag der Geburt des vor neun Jahren verstorbenen Wiener Alterzbischofs. In den Bildern vom Weltjugendtag in Rio de Janeiro und in der Sprache von Papst Franziskus sei "die Ahnung eines neuen Bildes von Kirche" sichtbar geworden, betonte der Superior. Dieses Bild habe auch Kardinal König angepeilt, wenn er davon sprach, dass Europa nicht das Recht habe zu verlangen, dass sich die katholische Kirche nur in "europäischem Kleid" zeigen dürfe.
Dem Wiener Alterzbischof sei es um den Dialog mit allen Menschen gegangen, "nicht in der Theorie, sondern in der Praxis". Genau das wolle auch Papst Franziskus. Es komme nicht darauf an, den eigenen Glauben in "Links"- oder "Rechts"-Katholizismus abzugrenzen, vielmehr gehe es darum mitzutun, sich zu engagieren, unterstrich Schauer: "Papst Franziskus und Kardinal König stehen für eine Kirche, die nicht Selbstzweck ist, sondern dienen will, eine Kirche, die Wesentliches vom Unwesentlichen zu unterscheiden vermag."
Zum Abschluss der Messfeier berichtete der Mediziner Johannes Huber, vor Jahrzehnten Sekretär von Kardinal König, wie er vor einem Monat bei einem wissenschaftlichen Kongress in Rom zusammen mit anderen katholischen Kollegen bei der Generalaudienz Papst Franziskus vorgestellt wurde. Die Kollegen hätten von ihren wissenschaftlichen Erfolgen berichtet, er habe sich entschlossen, an seine Zeit bei Kardinal König zu erinnern. Darauf habe der Papst geantwortet: "Kardinal König war ein ganz Großer in unserer Kirche. Er verdient größten Respekt."
Quelle: Kathpress/red