Papst: Kirche steht im ständigen Kampf mit dem Bösen
Gemeinsam mit mehreren tausend Gläubigen hat Papst Franziskus in Castel Gandolfo eine Messe zum Fest Mariä Himmelfahrt gefeiert. Die Kirche stehe in einem ständigen Kampf mit dem Bösen in der Welt und die Gestalt der Mutter Jesu sei die Mutter dieser Kirche, sagte er in seiner Predigt. Sie sei den Menschen in ihren Alltagssorgen nahe, die sich im Gebet an sie wenden sollten, so Franziskus bei der Feier auf dem Platz vor der päpstlichen Sommerresidenz.
Er rief die Christen auf, sich trotz vieler Übel in der Welt niemals die Hoffnung rauben zu lassen. Die Auferstehung Jesu von den Toten gebe dafür die Grundlage. «Unser ganzer Glaube gründet sich auf diese fundamentale Wahrheit, die keine Idee, sondern ein Ereignis ist.» Weiter sagte der Papst, neben den vielen berühmten Heiligen gebe es auch «ganz viele andere unbekannte, die Gott aber bestens bekannt sind: Mütter, Väter, Katecheten, Missionare, Priester, Schwestern, Jugendliche, sogar Kinder, die sich dem Kampf des Lebens gestellt haben, indem sie die Hoffnung der Kleinen und der Demütigen im Herzen trugen.» In diesem Kampf helfe das Gebet. «Betet ihr den Rosenkranz? Wirklich?», fragte er die Menge.
Franziskus macht keinen Urlaub
Franziskus hatte sich am Morgen mit dem Auto von Rom ins rund 30 Kilometer entfernte Castel Gandolfo begeben. Zunächst besuchte er dort das Klarissen-Kloster. Nach einem Mittagessen wollte er der örtlichen Sankt-Thomas-Gemeinde einen Besuch in privater Form abstatten. Anschließend fährt er zurück in den Vatikan.
Anders als seine Vorgänger verbringt Franziskus nicht mehrere Sommerwochen in der päpstlichen Sommerresidenz über dem Albaner See. Er begründete dies mit der notwendigen Arbeit im Vatikan und dem Umstand, dass auch viele Italiener krisenbedingt in diesem Jahr keinen Urlaub machen können. In Italien ist der «Ferragosto» am 15. August einer der höchsten staatlichen und kirchlichen Feiertage.