
Österreicherin leitet internationalen Orden
Die Kongregation der Helferinnen hat erstmals in ihrer 157-jährigen Geschichte eine Österreicherin als Generaloberin. Schwester Gudrun Bohle wurde am Generalkapitel für dieses Amt gewählt. Die gebürtige Vorarlbergerin war bereits von 2001 bis 2007 Provinzoberin für Mitteleuropa und seit 2007 Generalrätin der weltweiten Ordensleitung. Mit 50 Jahren ist sie die bisher jüngste Generaloberin ihres Instituts, geht aus einer Aussendung des Medienbüros der Ordensgemeinschaften Österreich hervor.
Bohle wurde in Dornbirn geboren, studierte in Innsbruck Theologie und trat 1987 in den Orden ein. Anschließend lebte sie bis 1997 in der Gemeinschaft in Budapest, wo sie in der deutschsprachigen katholischen Auslandsgemeinde arbeitete. Nach ihrer Promotion über die Frage der "Läuterung" und dem Amt der Novizenmeisterin in Wien von 1997 bis 2001 wurde sie Provinzoberin, ehe 2007 die Bestellung zur Generalrätin im Generalat in Paris folgte.
Anliegen ihrer Kongregation sei es, trotz abnehmender Kräfte "das Feuer in der Sendung zu erhalten und auszuweiten", so die neue Generaloberin Sr. Bohle. Zu den aktuelle Herausforderungen gehöre, "Aufbrüche in Asien und Afrika zu unterstützen und zugleich nach neuen Leitungsstrukturen in Europa und Amerika zu schauen". Die Provinzen sollten zudem künftig noch mehr kooperieren und sich gegenseitig in der Ausbildung unterstützen.
Unter den ebenfalls neu gewählten Generalrätinnen ist mit Sr. Hemma Muschick eine weitere Österreicherin vertreten. Muschick ist seit vielen Jahren in Ordensniederlassungen in Indien tätig. Die drei weiteren Generalrätinnen stammen aus Frankreich, Ruanda und Kolumbien.
Mitteleuropa-Zentrale des Ordens in Wien
Die Kongregation der Helferinnen ist eine internationale Ordensgemeinschaft ignatianischer Spiritualität, die sich laut ihrem Gründungsauftrag insbesonders der Hilfe für notleidende Menschen widmet, "bei allem Guten hilft, was immer es sei". Gegründet wurde die Kongregation 1856 durch die Französin Eugénie Smet (Ordensname Maria) in Paris, seit 1869 ist sie auch durch den Vatikan approbiert.
In Österreich ist der Orden seit 1897 vertreten; mit Niederlassungen in Wien, Graz, Salzburg, Klagenfurt und Kirchschlag. In Wien-Währing ist der Hauptsitz der Ordensprovinz "Mitteleuropa", der insgesamt 64 Schwestern in Österreich, Deutschland, Ungarn und Rumänien angehören.
Quelle: Kathpress