
Nach Vierfach-Mord: Trauergottesdienste in Wien und Annaberg
Mit einem Trauergottesdienst am 1. Oktober im Wiener Stephansdom soll der Opfer des Amoklaufs im niederösterreichischen Annaberg gedacht werden. Den Gottesdienst (Beginn 19 Uhr) wird Kardinal Christoph Schönborn leiten. Er richtet sich ausdrücklich an die Angehörigen, die Blaulichtorganisationen sowie die gesamte Staatsspitze, wie die Dompfarre am Donnerstag auf Anfragen von "Kathpress" bestätigte. Ausgesprochen wurde die Einladung zu dem Gottesdienst u.a. von Innenministerin Johanna Mikl-Leitner.
Bereits am Freitag findet in Annaberg eine Trauermesse statt. Das Gedenken ist ausschließlich für die Angehörigen gedacht, Medien sind ausdrücklich nicht erwünscht.
Kardinal Schönborn hatte sich bereits am Dienstag in einer Stellungnahme geäußert und versichert, für die Getöteten und ihre Angehörigen zu beten. Die Geschehnisse hätten gezeigt, "wie aufopferungsvoll der Dienst an der Gesellschaft für Polizisten, aber auch für Sanitäter sein kann". Wenn sich auch deren Alltag weniger dramatisch abspiele, "trägt ihr Dienst doch immer die Bereitschaft in sich, für die Mitmenschen alles einzusetzen - bis hin zum eigenen Leben." Dies nötige ihm tiefsten Respekt ab, betonte Schönborn.
Küng: Gebet gilt auch dem Täter
Als eine "erschütternde Tragödie" hatte Bischof Klaus Küng die Bluttat in einer Stellungnahme am Mittwochfrüh bezeichnet. "Wir stehen fassungslos vor so vielen grausamen Taten." Sein Gebet gelte besonders den Familien der vier Opfer, die in Ausübung ihres Dienstes starben, "aber auch dem mutmaßlichen Täter".
Sein Mitgefühl und seinen "tiefen Respekt" sprach der St. Pöltner Bischof der Polizei, dem Einsatzkommando Cobra und dem Roten Kreuz aus, "sowie all jenen, die täglich einen oft unangenehmen und ungeliebten Dienst verrichten und dabei manchmal ihr Leben riskieren müssen".
Quelle: Kathpress