
Küberl: Kein Kind darf mehr an Hunger sterben
Bis zum Jahr 2030 darf kein Kind mehr an den Folgen von Hunger sterben. Das forderte Caritas-Präsident Franz Küberl vor der mit 25. September beginnenden UN-Generalversammlung in New York, wo globale gesellschaftspolitische Probleme auf der Agenda stehen werden. Die österreichische Delegation, angeführt von Bundespräsident Heinz Fischer, müsse sich dafür einsetzen, "dass sich die Staaten zusätzlich zu konkreten wirksamen Entwicklungshilfeprogrammen und zu weitgehenderen Schritten verpflichten müssen", so Küberl in einer Aussendung (Montag). Es sei ein "unfassbarer Skandal, dass alle 10 Sekunden ein Kind an Hunger stirbt".
Die UN-Generalversammlung wird Strategien zur Bewältigung von Armut, Hunger, Umweltzerstörung oder Kindersterblichkeit mit Blick auf das 2015 erfolgende Auslaufen der Milleniums-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen diskutieren. Die im Jahr 2001 verabschiedete Millenniumserklärung gab unter anderem die Zielsetzung aus, die weltweite Armut und den Hunger bis 2015 zu halbieren. Die nun anberaumte Generalversammlung zielt nicht nur auf die Bilanzierung des bislang Erreichten, sondern auch auf eine Festlegung zukünftiger Entwicklungsagenda ab.
Auch wenn die Kindersterblichkeit bis dato um die Hälfte reduziert und der Zugang zu Trinkwasser für viele Menschen verbessert werden konnte, "wurden die Ziele nicht erreicht, wenn immer noch Kinder an Hunger sterben", so der Caritas-Präsident. Hunger und extreme Armut seien jedoch mit entsprechender Handlungsbereitschaft und Entschlossenheit veränderbar: "Hilfe ist möglich, Hunger ist besiegbar!"
Gemeinsam müssten konkrete Schritte gegen den Hunger in der Welt gesetzt werden. "Dabei müssen auch Themen wie weltweite Nahrungsmittelverschwendung, Landgrabbing, exzessive Spekulation auf Nahrungsmittel, Anbau von Agrotreibstoffen, Klimawandel und Agrarhandel und deren Folgen auf den Hunger berücksichtigt werden", forderte Küberl.
Quelle: Kathpress