
"Smartmob" für Obdachlose
Die "Young Caritas" der Erzdiözese Wien hat zu einem "Smartmob" für Obdachlose aufgerufen. Die Solidaritätsaktion für Betroffene, die in der Vorwoche nach Anrainerprotesten von der Polizei aus dem Wiener Stadtpark vertrieben wurden, soll am Donnerstag um 14 Uhr beim Johann-Strauß-Denkmal im Park über die Bühne gehen. Den Slogan dazu stellte die "Young Caritas" auf facebook: "Wir sind alle Nachbarinnen und Nachbarn von Obdachlosen." Obdachlose unter Berufung auf die Wiener Kampier-Ordnung aus dem Stadtpark zu vertreiben, "löst nichts", heißt es dort weiter. Man müsse "Armut bekämpfen, nicht die Armen".
Bereits am Wochenende hatte die Caritas Wien eine facebook-Seite unter dem Titel "Die Obdachlosen aus dem Stadtpark sind auch meine Nachbarn" eingerichtet, die mittlerweile von knapp 3.500 Usern "geliked" wurde. Mit dem "Smartmob" am Dienstag soll die Solidarisierung mit Bedürftigen stärker in der Öffentlichkeit präsent sein.
Ein "Smartmob" bezeichnet einen kurzen, scheinbar spontanen Menschenauflauf auf öffentlichen oder halböffentlichen Plätzen, der sich vom "Flashmob" durch eine explizite politische oder weltanschauliche Botschaft unterscheidet.
Die "Young Caritas" rief am Mittwochabend Interessierte - "egal ob groß, klein, ob alt, jung, reich oder arm, Nachbar oder nicht" - dazu auf, im Stadtpark darauf aufmerksam zu machen, "dass sich Armut nicht einfach entsorgen lässt".
Quelle: Kathpress