
Nestroy-Preis für Jägerstätter-Darsteller Bloeb
Mit dem Nestroy-Preis als "bester Schauspieler" ist am Montagabend Gregor Bloeb für seine Darstellung des als Märtyrer seliggesprochenen Kriegsdienstverweigerers Franz Jägerstätter ausgezeichnet worden. Bloeb hatte den von den Nazis hingerichteten Innviertler Bauern, dem der Tiroler Autor Felix Mitterer sein Drama "Jägerstätter" gewidmet hatte, im Theater in der Josefstadt und beim Theatersommer Haag verkörpert und dabei auch Regie geführt.
Der 45-jährige Innsbrucker setzte sich u.a. gegen die früheren Nestroy-Preisträger Nicholas Ofczarek und Gert Voss durch und lobte die Jury für ihre "gute Entscheidung". Besonderen Dank sprach Bloeb der Familie Jägerstätter aus; beim Mitterer-Stück handle es sich auch um eine "intime Familiengeschichte", für das die Hinterbliebenen des 1943 hingerichteten Bekenners - einschließlich der bei den Vorarbeiten noch lebenden Witwe Franziska Jägerstätter - den Theaterleuten ihr Vertrauen geschenkt hätten.
Der Hauptdarstellerinnen-Preis ging nach fünf Nominierungen erstmals an Christiane von Poelnitz für ihre "Elektra" am Wiener Burgtheater, den Regie-Nestroy erhielt Michael Thalheimer, für sein Lebenswerk wurde der Regisseur und langjährige Festwochen-Intendant Luc Bondy ebenfalls mit einem Nestroy bedacht.
Für die "Jägerstätter"-Aufführungen im Theater in der Josefstadt sind Karten bereits rar: Wegen des großen Erfolges hat das Haus zusätzliche sechs Termine im Februar und März eingeplant, für die bereits jetzt der Vorverkauf eröffnet wurde. (Reservierungen unter Tel.: 01/42700-300 bzw. online unter www.josefstadt.org)