
Schönborn bleibt Mitglied der Bildungskongregation
Papst Franziskus hat die Leitung der vatikanischen Bildungskongregation bestätigt. Wie der Vatikan am Samstag mitteilte, belässt er deren Präfekt, Kardinal Zenon Grocholewski, und ihren Sekretär, Erzbischof Angelo Vincenzo Zani, in ihren Ämtern. Zudem bestätigte Franziskus eine Reihe von Mitgliedern der Kongregation, darunter den Wiener Erzbischof Christoph Schönborn, den Münchener Erzbischof Reinhard Marx sowie den Präfekten der Glaubenskongregation, Gerhard Ludwig Müller. Als neue Mitglieder ernannte er unter anderen den Schweizer Kardinal Kurt Koch, der den Päpstlichen Rat zur Förderung der Einheit der Christen leitet.
Die Bildungskongregation ist zuständig für die katholischen Universitäten und Fakultäten sowie für die katholischen Schulen und sonstigen Bildungseinrichtungen. Bis Januar dieses Jahres unterstanden ihr auch die Priesterseminare. Damals übertrug Papst Benedikt XVI. die Zuständigkeit der Kleruskongregation. Der polnische Kardinal Grocholewski leitet die Bildungskongregation seit 1999, der Italiener Zani ist seit November 2012 ihr Sekretär.
Nächstes Treffen der Kongregation im Februar
Neben Kardinal Schönborn gehört mit Friedrich Bechina ein weiterer Österreicher der Bildungskongregation an. Bechina ist Priester aus Wien und Mitglied der geistlichen Gemeinschaft "Das Werk". Im Februar dieses Jahres hatte ihn Papst Benedikt XVI. zum Untersekretär der Kongregation ernannt. Bechina war zuvor seit Ende 2001 als Referent in der vatikanischen Kurienbehörde tätig. Eine erneute Bestätigung in seinem Amt ist durch den Pontifikatswechsel nicht nötig gewesen, so Bechina gegenüber "Katpress". Seine Amtsperiode läuft noch bis 2018.
Wie Bechina weiters mitteilte, wird die Bildungskongregation vom 12. bis 14. Februar zu ihrer ersten Plenarsitzung seit dem Pontifikatswechsel zusammenkommen. Man sei gespannt, wie sich dieser Wechsel an der Spitze der Weltkirche auch auf die Arbeit in den Kongregationen auswirke, so Bechina. Ob Franziskus selbst an den Beratungen teilnehmen werde, sei noch offen - "und wohl vor allem ein frommer Wunsch". Im Mittelpunkt der Beratungen werden laut Bechina die katholischen Schulen, Universitäten sowie die katholischen Fakultäten stehen.
Außerdem werde man mit einer Novität aufwarten: So wird der erste Bericht der seit fünf Jahren im Aufbau befindlichen, bislang jedoch noch nicht formell institutionalisierten Abteilung für internationale Beziehungen in der Kongregation erwartet. Außerdem wolle man "ein Experiment wagen", so Bechina, und Teile der Vollversammlung "halböffentlich" abhalten. Geplant sei etwa ein "Bildungspolitisches Forum", bei dem die teilnehmenden Kardinäle mit Bildungsexperten aus aller Welt in Dialog treten werden. Inwiefern auch Medien zugelassen werden, sei noch offen.
Quelle: Kathpress