Solidarität mit Ukraine
Die Redemptoristen in Österreich rufen zur Solidarität mit den Menschen in der Ukraine auf: "Mögen deren Bemühungen eines friedlichen Protestes dem Land und damit auch dem gemeinsamen Europa dienen", heißt es in einer Presseaussendung des Ordens, der auch in der Ukraine stark vertreten ist.
Die Redemptoristen in der Ukraine gehören der griechich-katholischen Kirche an. Mehrere Bischöfe der ukrainischen Kirche kommen von den Redemptoristen. Derzeit zählt die ukrainische Provinz knapp 110 Mitglieder; das Durchschnittsalter liegt bei 30 Jahren. Seit über 16 Jahren studieren Studenten der Redemptoristen aus der Ukraine in Innsbruck. Es gibt eine jahrzehntelange Partnerschaft, auch in den Zeiten der kommunistischen Verfolgung.
Die Redemptoristen der Provinz Lemberg, die Missionsschwestern vom Heiligen Erlöser sowie zahlreiche Mitglieder von anderen Ordensgemeinschaften und Gläubige der griechisch-katholischen Kirche seien in Kiew und anderen ukrainischen Städten am Protest gegen die Regierung beteiligt, heißt es in der Aussendung. Auch Gottesdienste würden täglich in provisorischen Zelten gefeiert. Viele Ordensmitglieder und Gläubige würden in Zelten im Zentrum Kiews übernachten.
Auslöser für die Massenproteste war die Weigerung von Präsident Viktor Janukowitsch, ein geplantes Assoziierungsabkommen mit der Europäischen Union zu unterzeichnen. Die Opposition wirft dem Staatschef vor, sich dem Druck Russlands gebeugt zu haben, und fordert seinen Rücktritt.
(Aktuelle Informationen: www.cssr.lviv.ua, www.redemptoristen.com, http://news.ugcc.org.ua/)