
P. Lombardi: "Prophetische Geste"
Papst Franziskus hat nach Worten von Vatikansprecher Federico Lombardi neue Bewegung und Ermutigung in die Kirche gebracht. Durch seine Gesten und sein Beispiel, seine Botschaften und Initiativen und mit einfachen Worten habe er die Menschen erreicht und Barrieren zwischen der Person des Papstes und den Gläubigen abgeschafft. Das sagte er in einer Jahresbilanz gegenüber Radio Vatikan am Freitag.
Franziskus habe viele Reformen in Gang gesetzt. Dabei gehe es ihm jedoch nicht nur um Strukturen, um Organisationsformen und um mehr Transparenz. Vielmehr müssten sie Hilfsmittel sein, um die Verkündigung der christlichen Botschaft und die Mission der Kirche effizienter zu machen: Bis an die Grenzen der Erde, an die Peripherien der menschlichen Existenz, im Einsatz für die Armen und Ausgegrenzten, die die Liebe Gottes brauchten, so Lombardi.
2013 sei für die Kirche ein außerordentliches Jahr gewesen, hob Lombardi in seinem Jahresrückblick hervor. Der Rücktritt von Benedikt XVI. sei eine "prophetische Geste" gewesen, ein Signal für die Zukunft der Kirche, mit Konsequenzen auch für das Papsttum in nächster Zeit. Benedikt XVI. habe durch seine scharfsinnige und demütige Geste einen Weg geebnet und eine Möglichkeit eröffnet, die über seine persönlichen Motive hinaus den Gegebenheiten der schnelllebigen Zeit Rechnung trägt. Er wollte der Kirche die Möglichkeit zu einer Leitung mit neuer Kraft geben. "Dazu ist es tatsächlich gekommen, und zwar in beeindruckender und unerwarteter Weise", so Lombardi.
Papst Franziskus sei in kürzester Zeit weltweit zu einer vertrauten Persönlichkeit geworden, die nicht nur Christen erreicht, hob Lombardi hervor. Er bewege mit seinen Gesten und Worten die Menschen in ihrer tiefen Sehnsucht nach Liebe, Vergebung, Ehrlichkeit und Nähe zu den Bedürftigen. Die Menschen würden seine Verkündigung verstehen, die sich auf die Liebe Gottes, die Barmherzigkeit, seine Nähe zu allen Menschen, auf die Sehnsucht nach dem Guten und die Bewahrung der ganzen Schöpfung konzentriere. "Der Papst trifft die Erwartungen der Menschen, weil er effektiv die Liebe Gottes zu seinen Geschöpfen interpretiert", sagte der Vatikansprecher in seiner Bilanz.