C8 berät mit Papst über Kurienreform
Im Vatikan hat am Montag eine dreitägige Zusammenkunft des Kardinalsrats für die Kurienreform begonnen. Die acht Kardinäle des sogenannten C8-Rates, unter ihnen der Münchner Erzbischof Reinhard Marx, beraten zusammen mit Papst Franziskus über eine Neuausrichtung der kirchlichen Leitungszentrale. Im Mittelpunkt stehen diesmal die zwölf Päpstlichen Räte.
An das Treffen schließt sich am Donnerstag eine Vollversammlung des Kardinalskollegiums an, bei der Franziskus mit seinen wichtigsten Beratern über den Verlauf der Reformbemühungen beraten will. In dem Plenum, an dem auch Kardinal Christoph Schönborn teilnimmt, will der Papst seine bisherigen Initiativen und Reformideen vorstellen.
Am Samstag nimmt Franziskus bei seinem ersten Konsistorium 19 Kirchenmänner in das Kardinalskollegium auf, darunter 16 Bischöfe unter 80 Jahren, die daher auch an einer Papstwahl teilnehmen könnten. Unter den Wahlberechtigten ist der Präfekt der Glaubenskongregation, Gerhard Ludwig Müller. Die weiteren Ernennungen bewirken, dass der Kirchensenat "weniger europäisch" und dafür mehr lateinamerikanisch ausgerichtet wird. Fast ein Drittel (6 von 19) der Neuen kommt aus dem Amerika südlich des Rio Grande.
Bei den beiden bisherigen C8-Konferenzen standen die Arbeit der Bischofssynode sowie der neun Kongregationen im Mittelpunkt. Der C8-Rat war von Papst Franziskus bereits einen Monat nach seiner Wahl eingesetzt worden, um ihn in der Kirchenleitung zu beraten und um ihm Empfehlungen für eine Kurienreform vorzulegen.