
Feier für Doppeljubilar Klaus Küng
Bischof Klaus Küng feiert dieses Jahr ein doppeltes Jubiläum: Vor 25 Jahren wurde er in Feldkirch zum Bischof geweiht, seit 10 Jahren ist er Bischof von St. Pölten. Der Jubilar steht am Sonntag, 2. März, im Mittelpunkt eines Festgottesdienstes um 15 Uhr im Dom von St. Pölten. Küngs silbernes Bischofsjubiläum feiern u.a. Kardinal Christoph Schönborn und Nuntius Peter Stephan Zurbriggen mit. Der Wiener Erzbischof wird bei der Messfeier die Predigt halten.
Konzelebrieren werden auch der Eisenstädter Bischof Ägidius Zsifkovics, Militärbischof Christian Werner, Altbischof Maximilian Aichern (Linz), der Nachfolger Küngs in Feldkirch, der inzwischen emeritierte Bischof Elmar Fischer sowie Bischof Petru Gherghel, zu dessen Diözese Iasi (Rumänien) Küng in seiner Vorarlberger Zeit engen Kontakt aufbaute. Als Vertreter der Politik werden der niederösterreichische Landeshauptmann Erwin Pröll und der frühere Landeshauptmann von Vorarlberg, Martin Purtscher, erwartet.
Küngs Bischofsweihe im Feldkircher Dom erfolgte am 5. März 1989, am 28. November 2004 wurde er in sein Amt als Bischof von St. Pölten eingeführt. Küng: "Ein bisschen trage ich Feldkirch immer im Herzen; aber die Diözese St. Pölten, das schöne Niederösterreich mit seinen so unterschiedlichen Vierteln ist mir zu einer echten neuen Heimat geworden."
Der Wechsel nach St. Pölten sei für ihn "keine einfache Sache" gewesen, erinnerte Küng an die Turbulenzen in der Diözese, die dem Rücktritt des jüngst verstorbenen Bischofs Kurt Krenn vorausgingen: "Ich wusste, dass mich eine schwierige Aufgabe erwartete."
Seit langem ist der 73-jährige gebürtige Vorarlberger österreichischer "Familienbischof". In den 25 Jahren hat sich Küng neben seiner Tätigkeit als Diözesanbischof zu einem kompetenten Gesprächspartner in Fragen der Bioethik entwickelt, der aus seiner Ausbildung als Arzt heraus regelmäßig in den Medien zu aktuellen Debatten Stellung nimmt und ein gefragter Interviewpartner für brennende Themen von Euthanasie über Abtreibung bis Fragen zu Ehe und Familie ist.
Daneben ist Küng auch Vorsitzender der Finanzkommission der Bischofskonferenz und Vorsitzender der "Stiftung Opferschutz", die finanzielle Hilfen für Opfer von Missbrauch innerhalb der katholischen Kirche auszahlt.
Maturakollege von Erwin Kräutler
Klaus Küng wurde am 17. September 1940 in Bregenz geboren, er wuchs zusammen mit drei Geschwistern in Feldkirch als Sohn des Stadtarztes Josef Küng auf. 1958 maturierte er in Feldkirch, gemeinsam mit seinem bekannten Mitschüler Bischof Erwin Kräutler, den sein Weg nach Brasilien geführt hat.
Zunächst trat Küng in die Fußstapfen seines Vaters. Er studierte in Innsbruck und Wien Medizin und promovierte 1964. Bereits davor wurde er Mitglied des Opus Dei und studierte unter dem Anspruch, im jeweiligen Beruf als Christ apostolisch zu wirken, auch Philosophie und Theologie. Nach einem Jahr ärztlicher Tätigkeit in Wien wechselte Küng nach Rom an die Lateranuniversität und schloss dort sein Theologiestudium ab.
1969 wirkte Klaus Küng nochmals als Arzt im Landeskrankenhaus Graz, bevor er endgültig die Klerikerlaufbahn einschlug. Am 23. August 1970 wurde er in Madrid zum Priester geweiht. Nach einer Kaplanszeit in Wien St. Peter wirkte Küng von 1976 bis 1989 - dem Jahr seiner Bischofsweihe - als Regionalvikar des Opus Dei in Österreich.
Spenden statt Geschenke
Anstelle von Geschenken zu seinem Jubiläum bittet Bischof Küng um Spenden auf das Konto "Bischöfliche Projekte" (Kennwort "Jubiläum", Sparkasse NÖ, IBAN AT56 2025 6000 0093 7391); diese kommen je zur Hälfte der Emmausgemeinschaft St. Pölten und der Initiative Christliche Familie (ICF) zugute.