
Graz: Aufruf zu Friedensgebet für Ukraine
Zu einem gemeinsamen ökumenischen Taizegebet am Dienstag, 25. Februar, für Frieden und Gerechtigkeit rufen kirchliche Einrichtungen in der Steiermark angesichts der dramatischen Lage in der Ukraine auf. "Tief betroffen und mit großer Besorgnis und Anteilnahme haben wir die Ereignisse am Maidan-Platz in Kiew verfolgt", so der Seelsorger der Katholischen Hochschulgemeinde (KHG) in Graz, Alois Kölbl, der die vergangene Woche in Kiew verbracht hatte, gegenüber "Kathpress". Besonderes Gebetsanliegen seien vor allem Frieden, Gerechtigkeit und demokratische Strukturen.
Die Grundstimmung auf dem Unabhängigkeitsplatz im Zentrum von Kiew sei die gesamte Woche über ruhig und friedliche gewesen, berichtete der Hochschulseelsorger. "Sicher gibt es immer gewaltbereite Menschen. Die meisten Leute demonstrieren dort aber friedliche gegen ungerechte Strukturen und die Beschneidung ihrer demokratischen Rechte", betonte Kölbl.
Menschen aller Generationen und Gesellschaftsschichten würden sich täglich auf dem Unabhängigkeitsplatz im Zentrum von Kiew versammeln. Unter ihnen auch Mamuka Tsilosani, ein junger Jurist, der mit seiner Jugendgruppe im Rahmen des EU-Projekts "Jugendliche in Aktion" bereits zu Gast in der KHG-Graz gewesen war.
"Es herrscht Krieg zwischen der Regierung und der Bevölkerung. Deshalb beten wird für die Menschen, die für ihre Rechte demonstrieren. Aber auch für die Regierung, damit sie endlich einlenkt", betonte der junge Jurist.
Angesichts der dramatischen Lage in der Ukraine widmen die Katholische und Evangelische Hochschulgemeinde, die Junge Kirche Steiermark und das Augustinum ihr monatliches Taizegebet im Februar dem Frieden und der Gerechtigkeit in der Ukraine. Treffpunkt ist am 25. Februar um 19 Uhr in der Stiegenkirche in Graz.
Quelle: Kathpress