Marx neuer Vorsitzender der DBK
Kardinal Reinhard Marx (60), Erzbischof von München-Freising, ist neuer Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz. Bei der Frühjahrsvollversammlung in Münster wählten ihn die Bischöfe am Mittwoch zum Nachfolger von Erzbischof Robert Zollitsch (75). Der letzte Münchner Erzbischof, der den Vorsitz innehatte, war Kardinal Julius Döpfner (1913 bis 1976). Er leitete das Gremium von 1965 bis zu seinem Tod 1976.
Der aus Westfalen stammende Marx wurde 2008 Erzbischof von München-Freising. 2010 nahm ihn Papst Benedikt XVI. ins Kardinalskollegium auf. Marx ist unter anderem Vorsitzender der Kommission für Gesellschaftliche und Soziale Fragen der Deutschen Bischofskonferenz und Präsident der EU-Bischofskommission ComECE. Papst Franziskus berief ihn im April 2013 mit sieben weiteren Kardinälen in eine Kardinalsgruppe (K-8), die den Papst bei der Leitung der Weltkirche berät. Erst am vergangenen Samstag übertrug ihm Franziskus die Aufgabe eines Koordinators des neuen vatikanischen Wirtschaftsrates.
Reinhard Marx wurde 1953 im westfälischen Geseke geboren und studierte Theologie und Philosophie in Paderborn, Paris, Münster und Bochum. 1989 wurde er zum Doktor der Theologie promoviert. Erzbischof Johannes Joachim Degenhardt weihte Marx 1979 in Paderborn zum Priester, 1996 folgte die Bischofsweihe. Nach seiner Tätigkeit als Weihbischof in der Erzdiözese Paderborn wurde er am 20. Dezember 2001 zum Bischof von Trier ernannt.