Papst trifft Angehörige von Mafia-Opfern
Papst Franziskus wendet sich demonstrativ gegen die Mafia in Italien. Am 21. März wird er in Rom eine Gebetswache mit Angehörigen unschuldiger Opfer des organisierten Verbrechens leiten, wie der Vatikan am Samstag bekanntgab. Die 700 Teilnehmer stünden stellvertretend für rund 15.000 Italiener, die durch die Gewalt der Mafia geliebte Familienmitglieder verloren hätten.
Der Papst wird am kommenden Freitag von 17.30 bis 19 Uhr in der Pfarrkirche San Gregorio VII. nahe des Vatikans mit den Angehörigen beten und um die Opfer trauern. Seit 1996 erinnern in Italien die Verwandten der Mafia-Opfer am ersten Frühlingstag an ihr Leid und mahnen zum Widerstand gegen das organisierte Verbrechen.
Der Präsident der Opfervereinigung "Libera", der Priester Luigi Ciotti, nannte in einer Erklärung die Teilnahme des Papstes an dem Gebetstreffen ein großes Geschenk. Franziskus setze damit ein deutliches Zeichen gegen Mafia-Gewalt und Korruption. Dahinter stehe die Achtung vor dem Leben und der Menschenwürde. Ciotti betonte, viele Opfer seien nur deshalb ins Fadenkreuz der Mörder geraten, weil sie anderen helfen wollten