Kärnten: Frau an der Spitze des Seelsorgeamts
Erstmals seit Bestehen des Seelsorgeamtes der Diözese Gurk-Klagenfurt übernimmt nun eine Frau dessen Leitung: Anna Hennersperger, seit 2004 Leiterin des Instituts für Theologische und Pastorale Fortbildung in Freising, wird mit 1. September 2014 Direktorin des Seelsorgeamtes. Sie folgt auf Bischofsvikar Josef Marketz, der die Leitung des Kärntner Caritasverbandes übernimmt. Das hat der Kärntner Diözesanbischof Alois Schwarz am Mittwoch bekannt gegeben.
Bischof Schwarz wies auf die "hohe pastoraltheologische Kompetenz" der neuen Seelsorgeamtsleiterin hin. Hennersperger sei eine "überaus fachkundige Theologin" und zugleich "exzellente Kennerin der seelsorglichen Situation in Österreich". Überdies bringe die neue Seelsorgeamtsleiterin "viel Erfahrung in der Gemeindeberatung und in der Begleitung von Pfarren" mit.
Das Leitbild der Diözese Gurk - "Mit Jesus Christus den Menschen nahe sein" - gebe "eine gute Orientierung auf dem Weg in die Zukunft", so Hennersperger in einer Stellungnahme.
Die neue Seelsorgeamtsleiterin wurde 1955 in Bayern geboren. Nach vielen inner- und außerkirchlichen Ausbildungen und Arbeitsstätten promovierte sie 2002 an der Universität Wien beim Pastoraltheologen Prof. Paul Zulehner zur Doktorin der Theologie. Von 2002 bis 2004 war Hennersperger u.a. Assistentin am Lehrstuhl für Dogmatik und Dogmengeschichte der Universität Passau. Seit 2004 leitet sie das Institut für Theologische und Pastorale Fortbildung in Freising.
Dritte Frau in dieser Position
Die Leitung eines Seelsorge- bzw. Pastoralamtes gilt als eine der wichtigsten Führungspositionen in einer Diözese. Hennersperger ist nicht die erste Frau in Österreich, die ein solches Amt übernommen hat: In der Erzdiözese Wien ist Veronika Prüller-Jagenteufel Pastoralamtsleiterin, in Innsbruck steht Elisabeth Rathgeb an der Spitze des Seelsorgeamts.