
KFÖ: Stetige Valorisierung der Familienbeihilfe
Wien, 30.04.2014 (KAP) Die im Nationalrat beschlossene Erhöhung der Familienbeihilfe in drei Schritten ist zu begrüßen, für Familienorganisationen aber "nur ein erster Schritt". Alfred Trendl, Präsident des Katholischen Familienverbandes Österreichs (KFÖ), würdigte die Anpassung in einer Aussendung am Mittwoch als "positives Signal", der vorausgegangene 14-jährige Wertverlust der Familienbeihilfe werde damit jedoch "bei weitem nicht abgedeckt". Im Sinne der Generationengerechtigkeit fordern der KFÖ und weitere fünf Familienorganisationen eine regelmäßige, gesetzlich vorgeschriebene Inflationsanpassung, wie das auch bei den Pensionen selbstverständlich sei.
Die Familienbeihilfe wird ab 1. Juli 2014 um vier Prozent erhöht, 2016 und 2018 um je 1,9 Prozent. Bis 2018 wird die Familienbeihilfe damit, je nach Alter des Kindes, zwischen 8,6 Euro und 12,4 Euro pro Monat erhöht.
Dass diese Anpassung überhaupt erfolgt, ist für KFÖ-Präsident Trendl auch dem parteiübergreifenden Druck der Familienorganisationen zu verdanken. Nachdem eine im Juni 2013 beschlossene Erhöhung der Familienbeihilfe im November "kommentarlos zurückgenommen" worden sei, starteten die sechs Familienorganisationen eine Online-Unterschriftenaktion, die dann von mehr als 30 Organisationen unterstützt wurde. Innerhalb kürzester Zeit fanden sich mehr als 10.000 Unterzeichner.
Trendl dankte diesen Unterstützern sowie jenen Politikern, die sich für die Anpassung einsetzten. Dass es einer solchen Kampagne bedurfte, "zeigt, dass Österreich vom familienfreundlichsten Land Europas doch noch ein großes Stück entfernt ist". Trendl erwartet von der Regierung - wie er sagte - auch die in der Koalitionsvereinbarung festgeschriebene stärkere Berücksichtigung der Sorgepflichten im Steuerrecht. Die in diesem Punkt noch uneingelöste Online-Petition könne unter www.familienbeihilfeanheben.at weiterhin unterzeichnet werden.
Quelle: Kathpress