
Mütter sind wichtigste Ratgeberinnen
Die wichtigste Ratgeberin in allen Notlagen ist aus Sicht von Papst Franziskus die eigene Mutter. Diese Eigenschaft sei ein Geschenk Gottes, so Franziskus bei seiner Generalaudienz am Mittwoch vor rund 50.000 Menschen auf dem Petersplatz. "Ihr Mütter habt dieses Geschenk", so der Papst.
Als Beispiel nannte er eine Begegnung mit einem Jugendlichen im argentinischen Pilgerort Lujan - "ganz modern, mit Ohrringen, Tätowierungen und allem". Diesen habe ein großes Problem belastet, und seine Mutter habe ihm geraten, den Marienwallfahrtsort zu besuchen.
Franziskus würdigte Mütter als die herausragenden Vorbilder. Sie seien eine Verbindung zwischen Gott und dem Herz jedes einzelnen.
Der Papst rief zudem dazu auf, sich in allen wichtigen Fragen des Lebens an Gott zu wenden. Durch den Einklang mit Gott im Gebet gewinne der Mensch Rat und Einsicht, sie seien Gaben des Heiligen Geistes, sagte Franziskus. "Im Gespräch mit Gott, im Gebet und im Hören auf sein Wort legen wir mehr und mehr unsere eigene Logik beiseite und öffnen uns dem Wirken des Heiligen Geistes zum Aufbau der Gemeinschaft der Kirche", so der Papst. Auf diese Weise erlangen die Menschen Franziskus zufolge die Besonnenheit und die Reife, um gute Entscheidungen zu treffen.
Franziskus ging in seinen Schlussworten auch auf den Kampf gegen den Drogenkonsum ein. Auf dem Petersplatz rief er die 50.000 Teilnehmer auf, ihm nachzusprechen: "Nein zu Drogen".
Zuvor hatte der Papst am Mikrofon eine Gruppe aus dem Drogen-Rehabilitationszentrum San Patrignano nahe Rimini begrüßt. Es gilt als größte Hilfseinrichtung für Suchtkranke in Europa.