
Österreich hat serbisch-orthodoxen Bischof
Die Bischofsvollversammlung der Serbischen Orthodoxen Kirche hat am Freitag den bisherigen Bischof von Remesiana und Vikar des serbischen Patriarchen Irinej, Andrej (Cilerdzic), zum ersten Bischof der Diözese von Österreich-Schweiz gewählt. Das hat der Orthodoxe Informationsdienst bekannt gegeben.
Bischof Andrej wurde 1961 in Osnabrück in Deutschland geboren. Grundschule und Gymnasium absolvierte er in Düsseldorf. Er studierte an der Theologischen Fakultät der Serbischen Orthodoxen Kirche in Belgrad und legte 1987 im Decani Kloster in Kosovo sein Mönchsgelübte an. 1990 empfing er die Priesterweihe.
Er arbeitete in Folge u.a. als Sekretär für Interkirchlichen Beziehungen in der Heiligen Synode der Serbischen Orthodoxen Kirche in Belgrad. 2010 wurde er zum Universitätsassistenten für systematische Theologie, Dogmatik und Ökumenik an der Universität München bestellt. 2011 wurde er zum Weihbischof des serbischen Patriarchen gewählt, mit dem Titel Bischof von Remesiana.
Bischof Andrej war u.a. mehrmals Vertreter der Serbischen Orthodoxen Kirche im Ökumenischen Rat der Kirchen sowie in der Konferenz Europäischer Kirchen in Genf. Er ist Mitglied mehrerer europäischer Friedensinitiativen und Verbände; u.a. in der spirituell-politischen Bewegung "Weg der Hoffnung" in Weiz bei Graz.
Bis 2011 gehörten die serbisch-orthodoxen Kirchengemeinden in Österreich zur Diözese für Mitteleuropa (Deutschland, Österreich und Schweiz). Dann wurden Österreich und die Schweiz ausgegegliedert und als eigene Diözese errichtet. Die serbische Kirche hat auf dem Gebiet von Österreich 16 Kirchen, von denen drei in Wien sind. Insgesamt werden die Serben, deren Zahl auf 200.000 bis 300.000 in ganz Österreich geschätzt wird, von 20 Priestern pastoral betreut. Die Diözese unterliegt kirchenrechtlich dem Patriarchat von Belgrad.
Quelle: kathpress