
Spitzenfußballer erzählen von ihrem Glauben
Kreuzzeichen vor Spielbeginn, Stoßgebete vor dem Elfer und Jesus-Botschaften auf T-Shirts: Fußball-Länderspiele werden oft zum Schauplatz von Glaubenszeugnissen von Spitzensportlern, und in Brasilien, dem Austragungsort der Weltmeisterschaft 2014, ist dies erst recht zu erwarten. Der deutsche Autor David Kadel lässt in seiner neu aufgelegten "Fußball-Bibel" zahlreiche international bekannte Fußballstars erzählen, warum sie an Gott glauben und welche Werte sie geprägt haben.
Für Uruguay-Stürmerstar Edison Cavani etwa spielt Gott privat und auch im Berufsleben "eine große Rolle": Sein Fußballtalent sei ihm von Gott geschenkt worden, zudem fühle er sich bei den Versuchungen, die mit dem Fußball oft verbunden seien, von Gott gelenkt und "vor schlechten Entscheidungen beschützt", gab der bei Paris Saint-Germain unter Vertrag stehende Sportler an.
Wie Cavani weiter ausführte, lese er gemeinsam mit seiner Freundin seit einigen Jahren die Bibel und habe Gott dadurch "zum ersten Mal richtig im Herzen kennengelernt und ihn in verschiedenen Situationen erfahren". Der Weg mit Gott sei zwar nicht automatisch einfach, er mache aber Freude "und bedeutet am Ende sowieso, dass man ein Sieger ist", so der Fußballstar aus Uruguay.
Falcao: "Jesus-Lebensstil"
Glaubensstärke sei sein "außergewöhnlichstes Merkmal", erklärte Kolumbiens Stürmer-Ass Radamel Falcao, der beim AS Monaco spielt. Schwierige Phasen mit Verletzungen - zwei Augenoperationen stellten einst seine Fußballkarriere und auch ein Kreuzbandriss zu Jahresbeginn seine WM-Teilnahme infrage - zeigten ihm, "dass es nicht mein eigener Erfolg ist, sondern vor allem Gottes Hilfe für mich. Alles, was ich bin und habe, hat mir Gott gegeben."
Er habe als Fußballstar "großen Einfluss auf Leute, vor allem auf die Jugend", ist sich Falcao bewusst. Er versuche über den Sport anderen zu erzählen, "dass es einen Gott gibt, der alle Menschen liebt". Ein "ehrlicher Jesus-Lebensstil" könne mehr Leute beeinflussen als eine Predigt von der Kanzel, so seine Überzeugung.
Luiz: Gott lässt uns lachen
"Mein Glaube an Jesus gibt mir Kraft, immer wieder rauszugehen aufs Feld, um mein Bestes zu geben, aber auch um andere zu begeistern", so Brasiliens Team-Verteidiger David Luiz. Da Gott alles über sein Leben wisse, könne er jedes Mal "entspannt" sein, wenn ihn sein Coach auf die Bank versetze, "weil ich eben glauben kann, dass es wohl das Beste für mich ist". Gottesglaube habe auch mit Freude zu tun - "Gott hat uns nicht nur zum Essen Zähne gegeben, sondern auch zum Lachen", so der Sportler, dessen Wechsel vom FC Chelsea zu Paris St. Germain kürzlich offiziell wurde.
Im Kader der Elfenbeinküste ist der bei Hannover 96 spielende Didier Ya Konan. "Gott hat mein Denken stark gemacht, was heute im Profifußball extrem wichtig ist", gab er im Interview an. Statt ständig an sich selbst zu zweifeln und zu grübeln, habe er durch den Glauben "auch mental alle Freiheiten, alles erreichen zu können". Er glaube an einen liebenden Gott, dem er immer vertraue und der ihn auch träumen lasse - "zum Beispiel eines Tages bei einem ganz großen Klub zu spielen". Er arbeite wirklich hart dafür, Gott dafür zu ehren und zu danken.
Alaba: Bete auch beim Spielen
Nicht zur WM fährt David Alaba, Titelfigur der "Fußball-Bibel". "Es bedeutet mir sehr viel zu spüren, dass Gott mich liebt und mir immer wieder Kraft gibt. Die Beziehung zu Gott und seine unfassbare Liebe sind das Wichtigste in meinem Leben", gab der 21-jährige österreichische Verteidiger vom FC Bayern München an. Auch während der Spiele kommuniziere er mit Gott: "Bei Unterbrechungen und kurzen Pausen spreche ich mit Gott und mache mir immer wieder bewusst, dass er für mich da ist und mir Kraft und Intuition schenkt."
Große Aufmerksamkeit erfuhr Alaba, der Mitglied der protestantischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten ist, nach dem letztjährigen Sieg des FC Bayern München im Finale der Champions League gegen Borussia Dortmund: Er streifte damals ein T-Shirt mit der Aufschrift "Meine Kraft liegt in Jesus" über. Wie er angab, hätten ihn seine Eltern mit der biblischen Erzählung von David und Goliath in der Kindheit "damit begeistert, was man im Leben mit Gott alles erreichen kann", so Alaba. "Aus den Geschichten der Bibel ziehe ich heute noch meine Kraft."
Quelle: Kathpress