
Caritas Socialis: 10 Jahre Pflegemodell Mäeutik
Seit zehn Jahren organisiert die Schwesterngemeinschaft Caritas Socialis (CS) ihre Pflege nach dem Modell der Mäeutik: Dieses Jubiläum feierte die CS kürzlich mit einem generationsübergreifenden Fest in Wien. In der Mäeutik werden die Fähigkeiten und Fertigkeiten von Betreuten und Betreuern in der Praxis bewusst gemacht und gefördert. "Nach zehn Jahren ist die Mäeutik selbstverständlicher Teil der Atmosphäre in der CS geworden und steigert damit die Qualität des Zusammenlebens von Bewohnern und Mitarbeitern", so Cora van der Kooij, die Begründerin der Mäeutik, in ihrem Festvortrag.
Weitere Fachvorträge von Mäeutikexperten waren bei dem Jubiläum zu hören. Dozentin Angelika Maurer erklärte die "Prinzipien der Mäeutik", Expertin Gerda Schmidt erläuterte die "ethische Bewohnerbesprechung in der Mäeutik". Hauptreferentin Cora van der Kooij sprach über "Perspektiven der Mäeutik im Zeitalter der Kommunikation". Ein vielfältiges und generationsübergreifendes Rahmenprogramm bot den ganzen Tag Abwechslung und lud zum Mitmachen ein. Informationsstände im Foyer rundeten das Angebot ab.
Das Wort Mäeutik kommt aus dem Griechischen und bedeutet (nach Sokrates) "Hebammenkunst". Fähigkeiten und Fertigkeiten von Bewohner und Betreuungspersonen werden in der Praxis bewusst gemacht und gefördert. Im Mittelpunkt steht der Mensch mit seinen Beziehungen. Mäeutik steht aber auch auch für "erlebensorientierte Pflege" und wurde für die Geriatrie und die Betreuung Demenzerkrankter von Cora van der Kooij in den Niederlanden entwickelt.
Caritas Socialis 1919 gegründet
Die CS wurde 1919 von Hildegard Burjan als geistliche Schwesterngemeinschaft, mit dem Auftrag soziale Not zu lindern, gegründet. Heute arbeiten rund 900 Mitarbeiter und Schwestern in den CS-Einrichtungen gemeinsam mit rund 300 ehrenamtlich Engagierten und 500 Praktikanten zusammen, um den Gründungsauftrag Hildegard Burjans zu erfüllen.
Die CS begleitet Menschen vom Beginn bis zum Ende des Lebens: Mütter mit ihren Kindern im Haus für Mutter und Kind (MUKI), Hilfesuchende in den CS Beratungsdiensten, Menschen mit Multipler Sklerose in den MS-Spezialeinrichtungen, Menschen mit Demenz in den Alzheimer- und Demenzbetreuungseinrichtungen, ältere und hochbetagte Menschen in den integrativ-geriatrischen Einrichtungen sowie unheilbar kranke Menschen im CS Hospiz Rennweg.
Quelle: kathpress