
Rupprechter: Papst ist "Zukunftshoffnung"
Als "Zukunftshoffnung für gläubige Katholiken" hat Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter Papst Franziskus bezeichnet. "Ich empfinde ihn als großes Vorbild. Ich glaube, das geht sehr vielen Katholiken so. Auch die Ausstrahlung und Wirkung, die er hat", so Rupprechter wörtlich in einem Interview in der aktuellen Ausgabe der Wiener Kirchenzeitung "Der Sonntag". Rupprechter: "Ich war vor kurzem in Israel. Beim Besuch in Bethlehem hat man noch gespürt, dass er hier war. Das war erstaunlich für mich."
Er stehe als Person und Politiker zu seinen christlich-sozialen Wurzeln, so der Landwirtschaftsminister. Rupprechter verwies auf zentrale Dokumente der christlichen Soziallehre, etwa die Enzyklika "Rerum Novarum" aus dem Jahr 1891 vom damaligen "Arbeiterpapst" Leo XIII. oder "Quadragesimo anno" von Papst Pius XI. im Jahr 1931.
Letzterer habe die christliche Soziallehre definiert mit den drei Grundprinzipien: Personalität, Solidarität und Subsidiarität. Auch die Nachhaltigkeit sei damals schon definiert worden, "also das 'grüne Prinzip'. Das gibt mir Halt und Stütze für die politische Arbeit", so der Landwirtschaftsminister.
Rupprechter nahm auch zur Aufregung rund um sein Gelöbnis bei der Vereidigung als Bundesminister Stellung, als er gegenüber Bundespräsident Heinz Fischer auf Gott und das "Heiligste Herz Jesu" gelobt hatte: "Es hat mich ein bisschen verwundert, dass das für so große Aufregung sorgte." Erst unlängst sei der "Herz Jesu-Sonntag" begangen worden, der in Tirol auch mit einer Prozession verbunden ist. Hier werde auch der Schwur auf das "Heiligste Herz Jesu" jedes Jahr erneuert. Dies gehe zurück auf den Tiroler Freiheitskampf, auf die Napoleonischen Kriege, wo sich Tirol eine Zeit lang erfolgreich verteidigen konnte und sich dem "Heiligsten Herzen Jesu" verschworen hatte.
Rupprechter: "Ich empfinde das 'Heiligste Herz Jesu' als eine sehr zukunftsorientierte Botschaft. Es ist die Botschaft der Vergebung und des Verzeihens. Gott hat sich in Jesus selbst geopfert, um damit das ewige Leben für die Menschheit möglich zu machen, mit dem Sterben am Kreuz und der Auferstehung."
Den Glauben habe er schon von seinem Elternhaus her mitbekommen, erzählte Rupprechter: "Unser Vater ist sehr früh gestorben. Ich war damals acht Jahre alt. Das habe ich damals mitbekommen, dass man in so einer Situation in einer Familie zusammenstehen muss. Bei so einem traurigen Ereignis gibt der Glaube sehr viel Halt. Das habe ich sehr stark von meiner Mutter gelernt und mitbekommen."
Er sei dann in der Studienzeit und später nicht so gläubig gewesen, "aber vor allem, als meine Mutter vor zehn Jahren starb, hat es mir einen Ruck gegeben und ich habe wieder stärker auch zu meinem Glauben gefunden und empfinde es heute als eine meiner stärksten Energiequellen".
Das Interview mit Andrä Rupprechter ist auch auf Radio Stephansdom im Perspektiven-DaCapo am Samstag, 12. Juli, 18.05-18.30 Uhr, nachzuhören. Die Sendung ist auch auf www.radiostephansdom.at/podcast abrufbar.
Quelle: kathpress