
Papst betet für Ende der Ebola-Epidemie
Papst Franziskus betet für ein Ende der Ebola-Epidemie. "Möge Gott alle Ärzte und Pfleger stärken und dieser Tragödie ein Ende bereiten", sagte er am Dienstag vor Bischöfen aus dem westafrikanischen Ghana. Er bete auch für alle Opfer der Infektionskrankheit, unter denen auch Priester, Ordensleute und Mitarbeiter im Gesundheitswesen seien. Die medizinische Versorgung, besonders für die Armen, sei eine wichtige Aufgabe für die katholische Kirche in Westafrika.
Ghana ist bislang weitgehend unberührt von der Ebola-Epidemie in der Region geblieben, die derzeit vor allem Sierra Leone, Liberia und Guinea heimsucht. Die Bischöfe aus Ghana halten sich derzeit zu ihrem sogenannten Ad-limina-Besuch in Rom auf, um dem Papst über die Lage in ihren Ortskirchen zu berichten.
Schwestern genesen
Ebola trifft mitlerweile auch die Kirche: Nachdem bereits drei Barmherzige Brüder und 14 Mitarbeiter in Einrichtungen des Ordens in Westafrika an Ebola gestorben sind, ist nun ein weiterer Ordensmann an dem Virus erkrankt. Der betroffene Chirurg, Frater Manuel Garcia Vejo, der im Krankenhaus in Lunsar in Sierra Leone tätig war, wurde zur Behandlung nach Madrid ausgeflogen, wie die Bayerische Ordensprovinz am Dienstag in München mitteilte. Zwei Schwestern, die im Krankenhaus des Ordens in Monrovia in Liberia arbeiteten, hätten ihre Ebolaerkrankung jedoch erfolgreich überwunden.
Die beiden Krankenhäuser der Barmherzigen Brüder in den von Ebola betroffenen Ländern Sierra Leone und Liberia mussten nach Angaben des Ordens geschlossen werden. Zur Wiederinbetriebnahme seien beträchtliche finanzielle, personelle und materielle Ressourcen notwendig. Das liberische Krankenhaus werde voraussichtlich Anfang Oktober wieder seinen Betrieb aufnehmen.
Der Orden des heiligen Johannes von Gott, wie die Barmherzigen Brüder genannt werden, ist nach eigenen Angaben heute weltweit in 50 Ländern mit etwa 400 Projekten tätig. Ihr Einsatz konzentriert sich auf das Gesundheits- und Sozialwesen.