Österreicher halten Ordensleute für besonders glücklich
Selbst in einem Kloster zu leben, können sich laut IMAS-Umfrage 13 Prozent der Frauen und acht Prozent der Männer "vorstellen". Bekanntestes Kloster Österreichs ist Stift Melk
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Linz (KAP) 42 Prozent der Österreicher glauben, dass Ordensleute glücklicher und zufriedener sind als der Großteil der Bevölkerung. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage des Linzer IMAS-Instituts. Für zehn Prozent der 1.065 im Rahmen der repräsentativen Studie befragten Personen ab 16 Jahren kommt auch selbst ein Leben im Kloster eventuell in Frage.
Vor allem Frauen glauben demnach, dass Ordensleute besonders glücklich sind. 47 Prozent der weiblichen Befragten halten Nonnen und Mönche für zufriedener, bei Männern sind es 36 Prozent. Deutliche Unterschiede gibt es auch zwischen jüngeren und älteren Menschen. Während 52 Prozent der Österreicher über 50 Jahren Mönche und Nonnen für glücklicher als den Bevölkerungsdurchschnitt halten, sinkt dieser Anteil unter den 16- bis 29-Jährigen auf 29 Prozent.
Selbst in einem Kloster zu leben können sich laut IMAS 13 Prozent der Frauen und acht Prozent der Männer "vorstellen" oder "eventuell vorstellen". Je älter und je höher die Bildung ist, desto mehr steigt auch die Bereitschaft zu einem klösterlichen Leben. 15 Prozent der über 50-Jährigen halten den Eintritt in einen Orden für denkbar; bei der jüngsten Altersgruppe bis 29 Jahre trifft das auf sechs Prozent zu. Während sich acht Prozent der Österreicher mit einem Hauptschulabschluss ein Leben im Kloster grundsätzlich oder eventuell vorstellen können, sind es bei jenen mit Matura oder Universitätsabschluss 14 Prozent.
Die Meinungsforscher erkundigten sich auch nach den Motiven, die die Österreicher hinter einem Ordenseintritt vermuten. 61 Prozent meinen demnach, dass die Nonnen und Mönche aus religiöser Überzeugung in einen Orden eingetreten sind. 15 Prozent glauben an andere Motive. Welche das sein könnten, hat IMAS nicht näher hinterfragt. 24 Prozent der Befragten sind unentschieden oder wissen nicht, welche Beweggründe dafür ausschlaggebend sein könnten.
Melk ist bekanntestes Kloster Österreichs
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Stift Melk |
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Bekanntestes Kloster Österreichs ist laut der Umfrage Stift Melk. Sieben von zehn Befragten gaben an, schon von dem Stift gehört oder gelesen zu haben. Platz zwei im Ranking der bekanntesten Klöster nimmt das Stift Klosterneuburg ein (58 Prozent), danach folgen Admont (50 Prozent) und Göttweig (45 Prozent) sowie die Stifte Zwettl (41), Heiligenkreuz (41) und Kremsmünster (39).
Rund die Hälfte der Befragten berichtete, im Leben bereits eines oder mehrere Ordenshäuser selbst besucht zu haben. Spitzenreiter ist auch hier Stift Melk, wo jeder Vierte schon einmal war. 16 Prozent haben das Stift Admont, 15 Prozent das Stift Klosterneuburg und 13 Prozent das Stift Zwettl besucht. Hauptmotive für den Klosterbesuch sind Ausflüge (40 Prozent) und das Interesse an Architektur oder Kunstschätzen (26 Prozent). Jeder Fünfte hat bei seinem letzten Klosterbesuch auch im jeweiligen Klosterladen eingekauft.
Insgesamt haben die Österreicher an ihre Klosterbesuche äußerst positive Erinnerungen. Satte 94 Prozent bezeichneten ihren Eindruck als "sehr gut" oder "einigermaßen gut".
Linktipps:
» Katholisch.at-Dossier: Herbsttagung der Ordensgemeinschaften