Sternsinger ersangen Rekordergebnis
14,48 Millionen Euro haben die 85.000 Sternsinger der Katholischen Jungschar bei der diesjährigen Dreikönigsaktion für Not leidende Menschen in den Entwicklungsländern gesammelt
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Die Sternsinger unterwegs mit Kardinal Schönborn |
Wien (KAP) 14,48 Millionen Euro haben die 85.000 Sternsinger der Katholischen Jungschar bei der diesjährigen Dreikönigsaktion für Not leidende Menschen in den Entwicklungsländern ersungen. Das gab die Katholische Jungschar am Dienstag bekannt. Gegenüber dem Vorjahr (13,85 Millionen Euro) konnte die Dreikönigsaktion damit ihr Ergebnis um mehr als 625.000 Euro oder 4,52 Prozent steigern.
"Wir sind stolz auf unsere Spenderinnen und Spender! Jeder Cent in eine Sternsingerkassa ist ein klares Bekenntnis zu einer Stärkung der Entwicklungszusammenarbeit", freute sich der Vorsitzende der Katholischen Jungschar, Martin Krenn, in einer Aussendung.
Entsetzen wegen Einsparungen bei Entwicklungshilfe
Gleichzeitig zeigte sich Krenn "entsetzt" von den Plänen der Bundesregierung, wegen der Budgetnöte auch bei den Ausgaben für die Entwicklungshilfe einzusparen. Bereits im Vorjahr sei Österreichs Entwicklungsbudget um fast 30 Prozent gekürzt worden, so der Jungschar-Vorsitzende: "25 Jahre müssten die Sternsingerinnen und Sternsinger sammeln, um alleine die Kürzungen der Entwicklungshilfegelder des letzten Jahres auszugleichen."
Der Staat stehle sich damit aus seiner Verantwortung während die Österreicher zu ihrer Solidarität mit den Ärmsten stehen, kritisierte die Dreikönigsaktion. Krenn: "Über eine Milliarde Menschen hungern. Auf ihre Kosten zu sparen ist ein Tabubruch mit menschlichen Grundwerten."
Jährlich finanziert die Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar rund 500 Hilfsprojekte in Afrika, Lateinamerika und Asien. Die Sternsinger versorgen mit ihren lokalen Projektpartnern unzählige Menschen mit sauberem Trinkwasser und Essen, ermöglichen Straßenkindern eine Schulbildung und stärken die Menschenrechte.
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