Seligsprechung Johannes Pauls II. vielleicht noch 2011
Die medizinischen Gutachter der vatikanischen Heiligsprechungskongregation hätten die Heilung einer französischen Ordensschwester von der Parkinson-Krankheit als unerklärliche Genesung anerkannt
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Papst Johannes Paul II. |
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Rom (KAP) Die Seligsprechung Papst Johannes Pauls II. könnte nach Informationen der italienischen Zeitung "Il Giornale" in diesem Jahr erfolgen. Die medizinischen Gutachter der vatikanischen Heiligsprechungskongregation hätten in den vergangenen Wochen die Heilung einer französischen Ordensschwester von der Parkinson-Krankheit als unerklärliche Genesung anerkannt, schreibt der Vatikan-Korrespondent der Zeitung, Andrea Tornielli. Mitte Jänner würden die Kardinäle und Bischöfe der Heiligsprechungskongregation die Unterlagen prüfen und ihr Urteil abgeben. Die theologischen Berater der Kurienbehörde hätten den Fall vor einigen Tagen als Wunder auf Fürsprache Johannes Pauls II. bestätigt.
Im Fall eines zustimmenden Votums der Kongregation wird das Dossier Papst Benedikt XVI. vorgelegt. Von diesem Punkt an sei die Seligsprechung nur noch eine Terminfrage, berichtet Tornielli. Der Papst ist jedoch nicht an zeitliche Vorgaben gebunden. Für die Billigung des Wunders durch die Kardinäle und Bischöfe der Heiligsprechungskongregation ist eine Zweidrittelmehrheit notwendig.
Das Seligsprechungsverfahren für den am 2. April 2005 verstorbenen Johannes Paul II. war mit einer Sondergenehmigung Benedikts XVI. - abweichend von der normalerweise vorgeschriebenen Frist von 5 Jahren - schon knapp drei Monate nach dessen Tod eröffnet worden. Am 19. Dezember 2009 hatte Benedikt XVI. seinem Vorgänger den "heroischen Tugendgrad" zuerkannt, die Vorstufe zur Seligsprechung. Die notwendige Anerkennung eines auf Fürsprache Johannes Pauls II. gewirkten Wunders hatte sich anschließend verzögert, weil ein medizinischer Gutachter eine unerklärliche Heilung der damals 44 Jahre alten französischen Ordensschwester Marie Simon-Pierre von der Parkinson-Krankheit im Jahr 2005 in Zweifel gezogen hatte. Daraufhin wurde nach Angaben von "Il Giornale" von der Heiligsprechungskongregation ein drittes medizinisches Gutachten in Auftrag gegeben, das vor einigen Wochen die unerklärliche Heilung bestätigte.
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