
Taufen, Trauungen, Begräbnisse
Sakramente als Begleiter durchs Leben
Taufen, Trauungen, Begräbnisse
Sakramente als Begleiter durchs Leben
Sakramente bringen etwas Unfassbares ins Wort und lassen etwas Unbegreifliches spürbar werden. Christen erkennen darin Zeichen der Liebe Gottes zu den Menschen. Sieben solcher Sakramente kennt die Katholische Kirche. Sie begleiten die Menschen bis heute durch ihr Leben – von der Wiege bis zur Bahre.
Über die Spendungen dieser Sakramente informiert die Kirche alljährlich im Zuge der Veröffentlichung ihrer statistischen Daten. So lag die Zahl der Taufen im Jahr 2024 bei 36.705. Das ist ein Rückgang gegenüber 2023, als 39.488 Taufen zu verzeichnen waren. Die Zahl der Taufen ist rückläufig. 2022 waren es 45.706, 2021 45.541. Dies hängt auch mit dem Rückgang der Geburtenzahl in Österreich zusammen.
Taufen, Trauungen, Begräbnisse
Auch die Zahl der Trauungen ist zurückgegangen. 7.537 Paare ließen sich 2024 kirchlich trauen. 2023 waren es noch 8.228 Paare, 2022 9.503, wobei in diesem Jahr wie auch 2021 (6.674) noch ein gewisser coronabedingter "Nachzieheffekt" bemerkbar war.
Die Zahl der kirchlichen Begräbnisse betrug 2024 47.353. Das ist ein deutlicher Rückgang gegenüber 2023 (50.900) und nochmals ein deutlicher Rückgang gegenüber 2022 (54.525). (Das dürfte auch mit dem allgemeinen Rückgang der Sterbefälle in Österreich zusammenhängen. Im Jahr 2024 starben in Österreich laut Statistik Austria rund 88.500 Personen.) 2021 gab es in Österreich 54.358 kirchliche Begräbnisse, 2020 54.621.
2024 konnten 45.685 Erstkommunionen verzeichnet werden. Das ist ein leichter Anstieg gegenüber 2023 (45.132). 2022 waren es 46.728, 2021 51.221. Allerdings wurden 2021 sehr viele Erstkommunionen nachgeholt, die pandemiebedingt 2020 nicht möglich waren. Die Zahlen sind über einen längeren Zeitraum betrachtet tendenziell leicht rückläufig, was vorrangig auf demografische Gründe zurückzuführen ist.
Was für die Erstkommunionen gilt, gilt auch für die Firmungen. 2024 gab es 39.677 Firmungen: Ein leichter Anstieg gegenüber 2023 (38.122). 2022 waren es noch 41.204 Firmungen, 2021 45.537, 2020 (coronabedingt) nur 26.625.
Die sieben Sakramente – kurz erklärt
Am Anfang des Lebens wird das Neugeborene im Sakrament der Taufe unter den besonderen Schutz Gottes gestellt. Der Mensch, der sich taufen lässt, wird Mitglied der Gemeinschaft der Gläubigen, der Kirche.
Im Sakrament der Eucharistie empfangen Heranwachsende Stärkung im Brot des Lebens. Die Kommunion als Nahrung für Geist und Seele stärkt den Menschen durch den regelmäßigen Empfang das gesamte Leben hindurch.
Am Übergang zum Erwachsenenalter wird der junge Mensch gefirmt. Im Sakrament der Firmung werden ihm Weisheit, Mut und Glaubenskraft durch den Heiligen Geist zugesprochen.
Im Sakrament der Ehe verbinden sich zwei Liebende zu einer lebenslänglichen Partnerschaft, die offen ist für Nachwuchs. Gott ist der dritte im Bund, der seinen Segen über der Liebe halten soll.
Im Sakrament der Weihe erklärt sich ein Mann bereit, sein Leben ganz in den Dienst an Gott und den Menschen zu stellen. Die Weihe kennt drei Stufen: die des Diakons, die des Priesters und die des Bischofs.
Immer wieder machen wir Fehler, verstricken uns in Schuld und müssen umkehren. Vergebung kann uns nur von unserem Gegenüber her zugesagt werden. Im Sakrament der Versöhnung, der Beichte, ermöglicht uns Gott einen neuen Anfang.
Das Sakrament der Krankensalbung ist ein Zeichen der Heilung und Stärkung in der Situation von Krankheit und Schwäche. Dem Menschen wird Kraft geschenkt: für den Weg der Genesung oder für den Weg durch den Tod.