Bischof Schwarz zu Plagiatsvorwürfen
Linz, 8.2.07 (KAP) Der Linzer Diözesanbischof Ludwig Schwarz hat am Donnerstag zum via ORF Oberösterreich verbreiteten Vorwurf Stellung genommen, bei seinem diesjährigen Fastenhirtenbrief habe er große Anleihen bei einem Hirtenbrief des Basler Bischofs Kurt Koch genommen, ohne diesen als Quelle zu nennen. Dass sich tatsächlich einige Teile des Schreibens an die oberösterreichischen Gläubigen schon bei Koch finden, habe nichts mit einem "Plagiat" zu tun, sondern gehe auf gemeinsam gehaltene Exerzitien von Schwarz und Koch zum Thema Berufung im Jahr 2004 zurück. Die Herausforderungen und Problemstellungen in diesem Bereich seien im deutschen Sprachraum ganz ähnlich gelagert, so die Stellungnahme. Koch habe die gemeinsamen damaligen Beratungen in seinem Hirtenbrief "sehr gut auf den Punkt gebracht", deshalb nahm Bischof Schwarz Passagen seines Amtsbruders in seinen eigenen Hirtenbrief von 2007 auf, teilte die Pressestelle der Diözese Linz mit.
Warum kein Hinweis auf den Hirtenbrief von Koch im Text von Bischof Schwarz vorkomme, habe mit einem unglücklichen Umstand zu tun, erläuterte Diözesansprecher Ferdinand Kaineder gegenüber "Kathpress": Schwarz gab das noch nicht ganz fertig ausgearbeitete handschriftliche Manuskript an das Diözesanblatt weiter, weil er selber unerwartet das Begräbnis eines Ordensoberen in Rom halten musste, aber ein zeitgerechtes Erscheinen des Briefes ermöglichen wollte. Dabei fielen sowohl die geplanten Überschriften als auch die Kennzeichnung der Schriftzitate und die Fußnoten mit dem Hinweis auf die Quellen unter den Tisch, hieß es. (ende)