Wien: Schönborn sieht Diözesanreform auf gutem Weg
Kardinal Schönborn zieht positives Resümee nach "Tag der Räte"
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Wien, 26.06.2012 (KAP) Die Erzdiözese Wien ist im anstehenden Reformprozess "gut unterwegs". Dieses Resümee hat Kardinal Christoph Schönborn im Anschluss an den "Tag der Räte" gezogen. Rund 250 Personen aus diversen Beratungsgremien der Erzdiözese Wien hatten am vergangenen Freitag über die Grundlinien der geplanten Diözesanreform diskutiert.
Man stehe zwar noch immer ziemlich am Anfang, er habe bei den Teilnehmern aber sehr deutlich den Mut und Willen zur Veränderung wahrgenommen, so Kardinal Schönborn. Die notwendigen Veränderungen würden aktiv und positiv in Angriff genommen. Veränderungen brächten zwar einerseits den Verlust von Vertrautem mit sich, dafür entstehe aber Neues.
Diskutiert wurde ein Thesenpapier des Leitungsteams zur Diözesanreform. Konkret ging es dabei u.a. um die Sendung der Kirche und deren Qualitätssicherung, dafür hilfreiche Strukturen und die Kultur des Sonntagsgottesdienstes, wie es auf der Website der Erzdiözese Wien hieß. Viele Diskutanten hätten ihre Sorge um den Erhalt der bestehenden Gemeinden betont.
Auch wenn sich einige Teilnehmer weitergehende Veränderungen wünschten, sei von Seiten des Leitungsteams aber darauf verwiesen worden, dass sich die Vorschläge des Thesenpapiers "im Rahmen des geltenden Kirchenrechts bewegen und daher möglich und realisierbar sind".
Generalvikar Nikolaus Krasa kündigte den weiteren Zeitplan an: Im Sommer sollen die bei der Tagung aufgekommenen Ergänzungen und Einwände systematisiert und in den Reformplan eingearbeitet werden. Anfang September findet eine Klausurtagung der Steuerungsgruppe statt. Im Jänner 2013 soll den Dechanten die Ergebnisse dieser weiteren Arbeitsphase vorgestellt werden. Geplant sei eine Umsetzung der Änderungen bis 2015, so Krasa.