Österreichweite Aktionen zum Tag der Liebenden
100.000 "Liebesbriefe von Gott" und "Rendezvous mit Gott" - Zahlreiche kirchliche Veranstaltungen in ganz Österreich zum Valentinstag
13.02.07 - In Wien und vielen anderen Städten in ganz Österreich soll am Valentinstag Gott wieder in besonderer Weise zum Gesprächsstoff werden. Das hat der Wiener Pastoralamtsleiter Michael Scharf betont. Mit der Aktion 100.000 "Liebesbriefe von Gott" lädt die Erzdiözese Wien am 14. Februar zum erneuten Nachdenken über Gott ein. An zentralen Plätzen in Wien und anderen Orten im Bereich der Erzdiözese Wien werden am Mittwoch von der Früh an von "Valentins-Botinnen und -Boten" insgesamt 100.000 "Liebesbriefe von Gott" an Passanten verteilt.
Scharf: "Wir wollen den Mensch wieder einmal zeigen, dass sie von Gott geschaffen und geliebt sind und wir wollen sie am Nachmittag zu einem 'Rendezvous mit Gott' einladen." Mehr als 40 Kirchen in der Erzdiözese bieten spezielle Gebetsstunden an, "wo jeder mit seinen Sorgen, Anliegen und Freuden zu Gott kommen kann".
Die Aktion sei auch bereits im vergangenen Jahr durchgeführt und von den Wienern mit viel Sympathie aufgenommen worden, berichtete Scharf. Viele hätten sogar extra wegen der Liebesbriefe die Verteilstationen aufgesucht und sich geduldig angestellt. Viele Menschen hätten ihm im Nachhinein auch erzählt, dass die Liebesbriefe Gesprächsstoff am Arbeitsplatz oder zu Hause gewesen wären.
Von einer "erfolgreichen" Aktion wolle er dann sprechen, so der Pastoralamtasleiter, "wenn einzelne Menschen am Ende des Tages sagen können, dass sie mit der Liebe Gottes in Berührung gekommen sind und diese Begegnung für sie ein wichtiges Erlebnis war".
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Valentinstag: 100.000 "Liebesbriefe von Gott"
Am 14. Februar sind in Wien "Valentins-Botinnen und -Boten" im Einsatz - Segensgottesdienste für Liebende im Stephansdom
Wien, 7.2.07 (KAP) Zu einem "Rendezvous der besonderen Art" lädt am Valentinstag, 14. Februar, die Erzdiözese Wien: 100.000 "Liebesbriefe von Gott" werden von "Valentins-Botinnen und -Boten" in ganz Wien verteilt. Die "Liebesbriefe" laden zum erneuten Nachdenken über Gott ein. "Am Tag der Liebe", so Pastoralamtsleiter Michael Scharf, Initiator der Aktion, wolle man "die Menschen mit der Liebe Gottes in Berührung bringen". Als "Rendezvous-Ort mit Gott" werden am 14. Februar mehr als 40 Kirchen in der Erzdiözese spezielle Gebete und Programme anbieten.
Zu einem besonderen "Segnungsgottesdienst für Liebende" wird ab 20 Uhr in den Stephansdom eingeladen. Im Vorjahr hatten mehr als 1.000 Menschen daran teilgenommen. Dompfarrer Anton Faber hatte mit drei Priestern und zwei Diakonen einen Wortgottesdienst gefeiert, der unter dem Motto aus dem ersten Johannesbrief stand "Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott, und Gott bleibt in ihm". Im Anschluss daran segneten die Geistlichen die Anwesenden. Alle Ehepaare und Paare, die auf dem Weg zur Ehe sind, wurden gemeinsam, die anderen einzeln gesegnet.
Nach Angaben Fabers waren rund 70 Prozent der Gottesdienstbesucher bereits seit langem verheiratete Ehepaare. Sie wollten nochmals ihre Beziehung unter den Segen Gottes stellen. Es seien aber auch Menschen gekommen, deren Beziehung zerbrochen ist und die sich nach einem Partner sehnen. Einige wenige seien wiederverheiratete Geschiedene oder Homosexuelle gewesen. Sie wurden einzeln gesegnet.
Die österreichischen Bischöfe hatten vor zwei Jahren Orientierungen für die Gestaltung von "Segensfeiern am Valentinstag" veröffentlicht. Sie empfehlen darin ausdrücklich, am Valentinstag Segensfeiern als Wortgottesdienste zu gestalten. Die Grundidee sollte in allen Fällen sein: "Gott liebt alle Menschen und möchte sie durch den Segen seiner Kirche diese Liebe erfahren lassen". In der Einladung, Ankündigung und liturgischen Gestaltung solle zum Ausdruck kommen, dass alle partnerschaftliche Liebe auf die Ehe hingeordnet ist. In der Predigt und in den Gebeten solle darauf hingewiesen werden, dass Gott die Quelle der Liebe und Treue ist. Die Predigt solle insbesondere den Wert und die Bedeutung des Ehesakraments als Grundlage für das Gelingen einer dauerhaften Beziehung und für die Erfüllung der Aufgaben einer Familie hervorheben.
Um Missverständnisse zu vermeiden, sollte auf den Unterschied zwischen der Segnung von Paaren und Einzelnen hingewiesen werden. Die Segnung selbst soll begleitet werden von einer Handauflegung als Zeichen des Wirkens des Heiligen Geistes. Die Segensfeier könne auch zum Anlass genommen werden, um die Paare verstärkt in die Ehe- und Familienseelsorge einzubeziehen.
Wer war der heilige Valentin?
Der heilige Valentin, der am 14. Februar 269 als Märtyrer starb, war Bischof in der nördlich von Rom gelegenen Stadt Terni. Er stand bei Christen und Heiden in hohem Ansehen. Auch Kaiser Claudius II. wollte ihn kennen lernen. Valentin, so berichten die Märtyrerakten, hatte eine Vorahnung, was ihm bei der Begegnung mit dem Kaiser geschehen würde, und bereitete sich im Gebet darauf vor. Der Kaiser sagte: "Valentin, ich möchte gerne deine Weisheit hören und dein Freund sein. Nur eines verlange ich von dir, dass du zum alten Glauben an die Götter Roms zurückkehrst." Valentin entgegnete: "Kaiser, dies würdest du von mir nicht verlangen, wenn du etwas von der Herrlichkeit Gottes ahntest - und dass Christus wahrhaftig sein Sohn ist."
Auf die Frage eines der kaiserlichen Räte, was er von den Göttern Roms halte, sagte Valentin laut den Märtyrerakten: "Das sind Dämonen." Die Versammlung reagierte empört und verlangte den Tod des vermeintlichen "Gotteslästerers". Valentin bat den Kaiser aber um einen kleinen Aufschub, währenddessen er ihm den christlichen Glaubens erklärte. Der Kaiser war ergriffen, der Stadtpräfekt aber rief: "Valentin ist ein Zauberer!" Daraufhin entstand ein großer Tumult, berichten die Märtyrerakten.
Der Kaiser übergab - in Angst vor einem Aufstand des aufgehetzten Volkes - Valentin dem Stadtpräfekten, der ihn dem Richter Asterius übergab. Durch Gebet und Handauflegung machte Valentin dessen blinde Tochter sehend. Der Richter Asterius ließ sich hierauf taufen und starb bald samt seiner Familie den Martertod. Der Stadtpräfekt aber ließ den greisen Valentin foltern und dann enthaupten, so die Überlieferung.
Valentins-Fest seit dem Jahr 350
Seit dem Jahr 350 - also schon 80 Jahre nach seinem Tod - wurde von das Valentins-Fest am 14. Februar gefeiert. Der heilige Bischof und Märtyrer Valentin muss eine Vorzugsstellung und eine besondere Ausstrahlung in der frühchristlichen Frömmigkeit gehabt haben. Nur so ist zu erklären, dass er zu vielen sehr unterschiedlichen Anliegen angerufen wurde. So galt Valentin auch als Patron der Verliebten und Brautleute, denen man den Segen und die Fürbitte des heiligen Valentin "für a guate Heirat" wünschte. Valentin soll einmal einem verliebten Paar zur Flucht und gegen den Willen der Eltern zur Ehe verholfen haben. Damit gilt er auch der Stifter glücklicher Ehen trotz Hindernissen.
Wie Valentin zu den Blumen kam
Der heute von Gärtnern und Floristen wiedererweckte und praktizierte Brauch, am Valentinstag Blumen oder Blumengebinde zu schenken, könnte auf einen altrömischen Brauch zurückgehen. Denn genau am 14. Februar wurde im alten Rom das Fest der Göttin Juno, der Beschützerin von Ehe und Familie, begangen. Zu diesem Anlass wurden nicht nur die Altäre der Göttin geschmückt, auch die Frauen innerhalb der Familie wurden mit Blumen beschenkt. So fiel also der Feiertag zu Ehren des heiligen Valentin auf vorbereiteten Boden. So blieb das Blumenbrauchtum mit seinem Gedenktag in Verbindung, auch wenn dieser Glaubenszeuge nichts mit Blumen zu tun hatte.
Hinweise zu den Gottesdiensten in den Österreichischen Diözesen:
Feldkirch / Graz / Klagenfurt / Linz / Wien