Barroso besuchte Österreichisches Hospiz in Jerusalem
Jerusalem, (KAP) EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso hat zum Beginn seiner ersten Reise nach Israel und in die palästinensischen Autonomiegebiete das Österreichische Hospiz zur Heiligen Familie in Jerusalem besucht. Der Besuch erfolgte am Samstagnachmittag noch vor dem Start der offiziellen politischen Gespräche. "Dieser Besuch ehrt uns insbesondere; ganz offenkundig werden wir auch außerhalb Österreichs als Gästehaus und Ort der Begegnung für alle Menschen guten Willens wahrgenommen", teilte Hospiz-Rektor Markus Bugnyar im Anschluss mit. Der EU-Kommissionspräsident habe mit seinem Besuch in der Jerusalemer Altstadt noch vor allen politischen Verpflichtungen die Bedeutung dieses wichtigsten Ortes der Christenheit betont.
Das in der Jerusalemer Altstadt an der Via Dolorosa gelegene Österreichische Hospiz ist das älteste nationale Pilgerhaus im Heiligen Land. Es ist eine Stiftung der katholischen Kirche in Österreich mit dem jeweiligen Wiener Erzbischof - aktuell Kardinal Christoph Schönborn - als Protektor. Das Hospiz wurde 1985 von Israel wieder seinem österreichischen kirchlichen Eigentümer zurückgegeben.
Für den seit 2004 als Kommissionspräsident amtierenden Portugiesen ist es der erste Besuch in Israel und den palästinensischen Gebieten. Neben politischen Gesprächen mit führenden Politikern beider Seiten wird Barroso auch das durch die EU subventionierte Polizeiausbildungszentrum in Jericho besuchen und an der Universität Haifa ein Ehrendoktorat entgegennehmen. Auch ein Besuch in der erst kürzlich zum Unesco-Weltkulturerbe erhobenen Geburtskirche von Bethlehem ist vorgesehen.