Theologische Kurse: Hochkarätige Vorträge zum Konzil
Im kommenden Wintersemester werden u.a. Kardinal Schönborn, Bischof Scheuer sowie nahmhafte Theologen aus dem In-und Ausland zu Wort kommen
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Wien, 18.07.2012 (KAP) Mit einer hochkarätigen Vortragsreihe widmen sich die Wiener Theologischen Kurse im kommenden Wintersemester dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-65). Anlässlich des 50. Jahrestages seiner Eröffnung (11. Oktober) behandeln Bischöfe, Theologen und kirchliche Insider zentrale Aspekte des Konzils und seine Wirkungsgeschichte. Neben Kardinal Christoph Schönborn werden u.a. Bischof Manfred Scheuer, der Wiener Religionspädagoge Prof. Martin Jäggle, die langjährige Büroleiterin von Kardinal Franz König, Annemarie Fenzl, und der Wiener Dogmatiker Prof. Jan-Heiner Tück zu Wort kommen.
Eröffnet wird die Vorlesungsreihe mit einem Festgottesdienst am Donnerstag, 11. Oktober, um 18 Uhr im Stephansdom. Dem Gottesdienst wird der Wiener emeritierte Weihbischof Helmut Krätzl vorstehen. Er wird im Anschluss in den Räumen der Theologischen Kurse (Stephansplatz 3) einen Festvortrag über die Eröffnungsansprache von Papst Johannes XXIII. halten. Die Ansprache des Papstes zum Beginn des Konzils, in der er eine Öffnung der Kirche für die Gegenwart und einen "Sprung nach vorne" ankündigte, erregte damals großes Aufsehen. Weihbischof Krätzl ist einer der letzten Zeitzeugen des Konzils. Der damals junge Priester war als Konzilsstenograph mit dabei.
Am Freitag, 12. Oktober, folgt ab 9 Uhr ein Studientag zum Konzil, zu dem es u.a. Beiträge des Tübinger Theologen Prof. Peter Hünermann und der beiden Grazer Theologen Prof. Rainer Bucher und Prof. Basilius Groen geben wird.
Die eigentliche Vortragsreihe zu einzelnen Aspekten des Konzils startet am Mittwoch, 17. Oktober, um 18.30 Uhr. Bischof Manfred Scheuer wird über den seligen Franz Jägerstätter und die Gewissensfreiheit im Zweiten Vatikanischen Konzil sprechen. Jeweils Mittwoch um 18.30 Uhr werden dann weitere Themenfelder aufgegriffen. Die Wiener Diözesanarchivarin Annemarie Fenzl referiert beispielsweise am 28. November über Kardinal König als Konzilsvater. Kardinal Schönborn spricht am 16. Jänner über "Jesus Christus, die christologische Mitte des Konzils".
Abgeschlossen wird die Vortragsreihe am 30. Jänner vom Regensburger Dogmatiker em. Prof. Wolfgang Beinert, der sich mit der Piusbruderschaft beschäftigen wird. Die von Erzbischof Marcel Lefebvre ins Leben gerufene Bewegung lehnte das Konzil ab und spaltete sich damit von der römisch-katholischen Kirche ab.
Infos: www.theologischekurse.at