Aktion "Autofasten" als Beitrag zum Klimaschutz
Wien-Linz-St. Pölten, 20.2.07 (KAP) Die katholische und die evangelische Kirche rufen ab Aschermittwoch österreichweit zum "Autofasten" auf. Damit soll im Sinn des Einsatzes für die "Bewahrung der Schöpfung" auch ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden.
Die Diözese Linz setzt seit ihrem Beitritt zum Klimabündnis vermehrt Maßnahmen zum Klima- und Umweltschutz und fördert daher in besonderer Weise die Idee des "Autofastens". "Der Sinn der Fastenzeit ist es, den Blick auf das Wesentliche zu richten und zur wahren Freiheit zu gelangen. Von ihren Ursprüngen her zielt die Fastenzeit darauf, falsche Abhängigkeiten zu entlarven", so Prof. Michael Rosenberger, Umweltsprecher der Diözese Linz.
Die Oberösterreicher fahren 46 Millionen Kilometer pro Tag mit dem Auto. Jährlich könnten 116.000 Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid vermieden werden, wenn jeder Oberösterreicher 20 Kilometer pro Woche weniger fährt. Der Oberösterreichische Verkehrsverbund (OÖVV) stellt begünstigte Tickets für den Zeitraum des "Autofastens" zur Verfügung.
Mit der Diözese Linz, der evangelisch-lutherischen Kirche Oberösterreich und dem OÖVV unterstützen auch die oberösterreichische Katholische Aktion, die Umweltakademie des Landes Oberösterreich, die Initiative Fahrrad Oberösterreich, das Fahrradzentrum B 7 und das Stift Schlierbach die Aktion "Autofasten".
In Oberösterreich startet die Aktion am Aschermittwoch beim Park&Ride in Rottenegg. Zwischen 6 und 9 Uhr werden dort hunderte Pendlerpakete mit "gesunder Jause" als Dank für die Benützung der öffentlichen Verkehrsmittel verteilt. Um 7 Uhr gibt es ein Pressegespräch mit den Initiatoren: Prof. Michael Rosenberger, der Präsidentin der Katholischen Aktion, Margit Hauft, dem Geschäftsführer des OÖ Verkehrsverbundes, Herbert Kubasta, und der Linzer diözesanen Umweltreferentin Lucia Göbesberger.
Auch in Niederösterreich
Auch in Niederösterreich werben katholische und evangelische Kirche gemeinsam für das "Autofasten": Die Umweltbeauftragen der katholischen und der evangelischen Kirche die Autofahrerinnen und Autofahrer dazu ein, in der Fastenzeit - von 21. Februar bis 7. April - das eigene Mobilitätsverhalten zu überprüfen.
Durch den Verzicht auf das Auto und die Benützung von öffentlichen Verkehrsmitteln, den Einsatz von Fahrgemeinschaften, den Umstieg auf das Fahrrad oder die eigenen Füße soll dazu beigetragen werden, den Feinstaub zu reduzieren, dem Klima eine Verschnaufpause zu gönnen, die eigene Brieftasche zu entlasten, etwas für die Gesundheit zu tun und die Seele im Alltag nachkommen zu lassen. Weil der motorisierte Personenverkehr einer der Hauptverursacher des Kohlendioxidausstoßes ist, bedeute "Autofasten" auch, aktiv zur Verringerung der Emissionen und damit zum Klimaschutz beizutragen.
Der Verkehrsverbund Ost-Region (VOR) und der Verkehrsverbund Niederösterreich-Burgenland (VVNB) verlosen unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern 300 "Öffi"-Tickets für die jeweils gewünschte Strecke. Die Fahrkarten sind in der Fastenzeit gültig, man kann sich für das "Autofasten" aber auch dann anmelden, wenn man bereits ein Jahresticket hat oder überhaupt kein Auto besitzt. (Informationen: Katholische Aktion Wien, Umweltbüro, Tel. 515.52/33.47, Internet: www.Umwelt-edw.at und www.autofasten.at).