Päpstliche Segenswünsche für Festspiele St. Margarethen
Vatikanstadt-Eisenstadt, 5.3.07 (KAP) Papst Benedikt XVI. hat allen Verantwortlichen und Mitwirkenden der Passionsspiele in St. Margarethen (Burgenland) seine Glückwünsche übermittelt und ihnen den Apostolischen Segen erteilt. Wörtlich heißt es in einem Schreiben vom 15. Februar, in dem Erzbischof Leonardo Sandri, Substitut im Staatssekretariat, den Papst zitiert: "Mögen die Passionsspiele in St. Margarethen dazu beitragen, den Menschen unserer Zeit die Augen für die übergroße Liebe Gottes zu öffnen, der Kreuz und Tod auf sich genommen hat, um uns von unseren Sünden zu erlösen, und alle Menschen auf dem Weg der Liebe und der Hingabe zur Ewigen Herrlichkeit zu führen".
Der Papst beglückwünsche die Pfarrgemeinde von St. Margarethen dazu, dass sie das traditionelle Spiel vom Leiden Christi "mit viel Einsatz und vor zahlreichen Besuchern aus Nah und Fern" seit bereits 80 Jahren auf die Bühne bringt. Passionsspiele seien mehr als Schauspiele, es gehe darum, lebendig eine Wirklichkeit zur Sprache zu bringen, die jeden Christen berührt.
Die Passionsspiele im Römersteinbruch im burgenländischen St. Margarethen feierten im vergangenen Jahr ihr 80-jähriges Jubiläum. 67.000 Besucher sahen die Spiele, in deren Mittelpunkt Leiden, Sterben und Auferstehung Jesu stehen. Die Passionsspiele, die auch zahlreiche Besucher aus dem Ausland anlocken, werden von 450 Laiendarstellern und 200 sonstigen Mitwirkenden getragen.
In St. Margarethen wurden 1926 von der Pfarrjugend zum ersten Mal Passionsspiele in einem Bauernhof aufgeführt. Seit 1961 wird für die Aufführungen, die alle fünf Jahre stattfinden, die einzigartige Naturkulisse des Römersteinbruchs genutzt. Mit dem Reinerlös der Aufführungen werden pfarrliche, soziale und missionarische Projekte unterstützt.
Die Passionsspiele in St. Margarethen sind Gründungsmitglied der "Europassion", einer Vereinigung europäischer Passionsspielorte, der mehr als 60 Spielgemeinschaften aus 15 Ländern angehören.