Zuwanderung: Küberl weist Vorwürfe gegen NGOs zurück
Wien, 14.3.07 (KAP) Der österreichische Caritaspräsident Franz Küberl hat Kritik zurückgewiesen, wonach Nichtregierungsorganisationen (NGOs) Zuwanderer nur über deren Rechte, aber zu wenig über deren Pflichten informieren. Küberl reagierte damit auf jüngste Aussagen von ÖVP-Generalsekretär Hannes Missethon in der "Wiener Zeitung", der von den NGOs mehr Aufklärung über die Pflichten in Österreich verlangt hatte. "Es muss klar sein, dass es in Österreich keine Zwangsverheiratungen von Mädchen, keine Beschneidung von Töchtern und keine Schafschlachtungen in Wohnzimmern gibt", so der ÖVP-Generalsekretär wörtlich.
Wie Küberl zu den Vorwürfen am Mittwoch gegenüber "Kathpress" sagte, seien Zwangsverheiratungen, Beschneidung u.a. laut österreichischem Recht klar verboten. Die NGOs redeten mit Zuwandern im übrigen sehr wohl von Rechten "und Pflichten". Die NGOs seien allerdings nicht allein und als allererste für diese Aufklärung verantwortlich. Sie seien Sache der Regierung, der Arbeitgeber, die Zuwanderer brauchen, und auch der Gewerkschaften, die in Zuwanderern neue Kollegen bekommen, so Küberl.