Sonntagsarbeit: Druck auf Angestellte erhöht sich
Wien, 26.3.07 (KAP) Wenn die Sonntagsarbeit ausgedehnt wird, werden die Sonntagszuschläge für Mitarbeiter zunehmend in Frage gestellt werden. Davor warnt die "Allianz für den freien Sonntag Österreich", der mehr als 50 Organisationen aus Gewerkschaften, Kirchen, Wirtschaft und Zivilgesellschaft angehören. Als Beispiel führt die Allianz die Wiener Kaffeehaus- und Konditoreikette "Aida" an, deren Geschäftsführung per 1. März 2007 eine Überführung der Mitarbeiter - vorwiegend Frauen - vom Kollektivvertrag der Zuckerbäcker in den der Hotellerie und Gastronomie durchsetzte. Verbunden damit ist der Wegfall der Sonntagszuschläge.
"Das Lohnniveau in dieser Branche ist ohnedies mager und die Zuschläge waren bisher ein Schutz vor dem Abstieg in den Niedrigstlohnsektor", stellt die Allianz dazu fest. "Was bei 'Aida' passiert - dass die Sonntags-Zuschläge in Frage gestellt werden - kann allen passieren, wenn Sonntagsarbeit weiter ausgedehnt wird, z.B. auf den Handel", so die Warnung. Fallen die Sonntags-Zuschläge, könne dies zu Reallohnsenkungen für alle führen, auch für die, die bereits jetzt am Sonntag arbeiten müssen.