EU ist "größtes Friedensprojekt der Geschichte"
Wien, 27.3.07 (KAP) Als "größtes Friedensprojekt der Geschichte" hat der Integrationsbeauftragte im Generalsekretariat der Österreichischen Bischofskonferenz, Prof. Franz Eckert, die Europäische Union bezeichnet. Eckert hatte am Wochenende am Kongress der "Kommission der Bischofskonferenzen des EU-Raumes" (ComECE) aus Anlass des 50. Jahrestages der Römischen Verträge teilgenommen. Im Gespräch mit "Radio Stephansdom" hob er die positive europäische Grundstimmung auf dem Kongress hervor. Der Prozess der europäischen Einigung sei unaufhaltbar, sagte Eckert, wenn man auch gewisse zeitliche Stillstände in Kauf nehmen müsse.
Zugleich betonte Eckert, dass die christlichen Wurzeln des Kontinents nicht außer Acht gelassen werden dürfen. Es gehe dabei nicht nur um die Beachtung historischer Tatsachen, sondern um notwendige Grundlagen für die kommenden großen Herausforderungen. Eckert: "Europa lebt von Quellen, die es selbst nicht erneuern kann. Wenn man sich von den Quellen distanziert, und sei es auch nur, indem man sie unerwähnt lässt, so führt das zu einer Schwächung der gesamten Entwicklung". Das dürfe aber angesichts der kommenden Aufgaben nicht hingenommen werden.
Eckert verwies in diesem Zusammenhang auch auf die Rede von Papst Benedikt XVI. bei der Audienz für die Kongressteilnehmer am vergangenen Samstag, bei der Papst Benedikt XVI. die Berücksichtigung der christlichen Wurzeln Europas eingefordert hatte. Der Papst habe deutliche Worte gefunden, um zugleich seine Sorge um Europa, aber auch seine grundsätzlich volle Überzeugung im Hinblick auf den Einigungsvorgang zu unterstreichen.