Don Bosco Schwestern danken für Hilfseinsatz in Kinshasa
Salzburg, 28.3.07 (KAP) Die Don Bosco-Schwestern haben am Mittwoch in Salzburg eine Volontärin der Don Bosco-Freiwilligenorganisation VIDES, die in Kinshasa im Kongo in Kampfhandlungen geraten war, bei ihrer Rückkehr empfangen. Die 25-jährige Hotelkauffrau und Freiwilligenhelferin Nicole Ebner war vergangenen Donnerstag während heftiger Unruhen in Kinshasa mit 20 Jugendlichen 30 Stunden eingeschlossen. Ebner unterstützte seit Anfang März die Eröffnung des "Cafe Mozart" in Kinshasa. In diesem Projekt der Don Bosco Schwestern werden Jugendliche zu Bäckern und Konditoren ausgebildet.
"Wir sind glücklich, dass Nicole Ebner gesund zu ihrer Familie und zu uns zurück gekommen ist und danken für ihren mutigen Einsatz in den Stunden der Angst, als die Schüsse in Kinshasa fielen", so Sr. Renate Schobesberger FMA im Rahmen eines Pressegesprächs im Salzburger Provinzialat der Ordensgemeinschaft.
Ebner berichtete nach ihrer Rückkehr über die Krisensituation und die aufreibenden Tage in Kinshasa: "Durch den Zusammenhalt in der Gruppe und durch Glück haben wir die Situation alle gut und unverletzt überstanden. Diese schwierigen Stunden haben mich darin bestärkt, meine Erfahrungen und Möglichkeiten auch weiterhin zu Gunsten von Menschen einzusetzen, die weniger Chancen haben als ich", so Ebner, die auch ein Studium der internationalen Entwicklungshilfe abgeschlossen hat.
Die Don Bosco-Schwestern würdigen das Engagement ihrer Volontärin. Nur mit idealistischen Menschen wie Ebner könnten die Schwestern ihren Ordensauftrag erfüllen, Kindern und Jugendlichen, die keine guten Startmöglichkeiten in ihrem Leben haben, Chancen für ihre Zukunft zu geben. Sr. Schobesberger: "Unser Freiwilligendienst VIDES leistet einen Teil dazu. Ich bin froh, dass junge Österreicherinnen seit 1991 dazu bereit sind, bei Ungerechtigkeiten und menschlichem Leid nicht wegzuschauen sondern tatkräftig für andere Menschen mit anzupacken."
"Cafe Mozart" - eine einzigartige Bäckerei
Seit 1926 widmen sich die Don Bosco Schwestern (FMA) gemeinsam mit den Salesianern Don Boscos im Gebiet der heutigen Demokratischen Republik Kongo der Ausbildung und Betreuung von Mädchen und Burschen aus ärmsten Verhältnissen. Die oberösterreichische Ordensfrau Sr. Hildegard Litzlhammer FMA initiierte 1997den Aufbau einer Schule in Kinshasa und ein Programm für die Betreuung von Straßenkindern. Diese Jugendlichen erhalten jetzt im neu eröffneten "Cafe Mozart" eine qualifizierte Bäcker- und Konditorausbildung. Durch die gute Lage im Diplomaten- und Universitätsviertel erhofft man sich viel Kundschaft. Mit den Einnahmen aus dem laufenden Betrieb wird die vielfältige Arbeit der Don Bosco Schwestern für Straßenkinder finanziert. Zahlreiche österreichische Initiativen unterstützen das Projekt wie die Don Bosco Partnerorganisation "Jugend Eine Welt" und die Caritas Oberösterreich.
VIDES - der internationale Freiwilligendienst für Frauen, Bildung und Entwicklung - wurde 1987 in Italien von den Don Bosco Schwestern gegründet. Junge Österreicherinnen setzen sich seit 1991 während ihrer internationalen Freiwilligeneinsätze für benachteiligte Kinder und Jugendliche ein. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht - im Sinn der beiden Ordensgründer Don Bosco (1815-1888) und Maria Mazzarello (1837-1881) - die Erziehung und Ausbildung junger Menschen mit Liebenswürdigkeit, Vernunft und Glaube. Die Volontärinnen tragen mit ihrem Engagement dazu bei, damit das Leben junger Menschen gelingt, betonen die Don Bosco-Schwestern.
Sie bitten weiterhin um Spenden für die Hilfsprojekte von Sr. Litzlhammer im Kongo auf das Konto: Bank Austria Creditanstalt, Kto-Nr.: 63013.389.000, BLZ 12.000, Kennwort: Kongo.