"Schwangerschaft ist keine Krankheit"
Wien, 12.4.07 (KAP) Die Präsidentin der Katholischen Aktion Österreich (KAÖ), Luitgard Derschmidt, hat die Forderung der stellvertretenden Bundessprecherin der Grünen, Eva Glawischnig, nach "Abtreibung auf Krankenschein" entschieden zurückgewiesen. "Abtreibung ist keinesfalls eine Krankheit", sagte Luitgard Derschmidt.
Weiters betonte sie, dass viel mehr eine entsprechende Gestaltung des sozialen Umfeldes notwendig sei, um zu verhindern, dass sich Frauen auf Grund der sogenannten "sozialen Indikation" zur Abtreibung veranlasst sehen. Auch das persönliche Umfeld der Frauen - insbesondere deren männliche Partner - müsse seine Verantwortung wahrnehmen.
Abschließend forderte Luitgard Derschmidt nachdrücklich die schon vom damaligen Bundeskanzler Bruno Kreisky in den siebziger Jahren versprochenen "flankierenden Maßnahmen" zur Fristenregelung ein. Insbesondere sei es notwendig, endlich die Motive zu erforschen, die zu einem Schwangerschaftsabbruch führen.
"Blinder Fleck grüner Politik"
Kritik an der Forderung Glawischnigs nach Abtreibung auf Krankenschein kam am Donnerstag auch vom Katholischen Familienverband der Erzdiözese Wien (KFVW). Dessen Geschäftsführer Andreas Cancura kritisierte den "blinden Fleck" grüner Politik: "Frösche und Auen sind den Grünen ein Anliegen, bei ungeborenen Kindern hört sich die 'Compassion' offenkundig auf. Kinder sind keine Krankheit, vor der es sich zu schützen gilt", so Cancura. Die Krankenkassen seien von ihrem Auftrag her nicht dazu da, Tötungen zu finanzieren; die von Glawischnig vorgeschlagene "Abtreibung auf Krankensschein" sei daher striktest abzulehnen.
Viel mehr seien bundespolitisch endlich entschiedene Maßnahmen "zur Eindämmung des Übels und der schweren Menschenrechtsverletzung Abtreibung" zu setzen. Dringend notwendig sei eine bundesweite Abtreibungsstatistik und Motivforschung, um die Gründe, die zu Abtreibungen führen, endlich zu kennen und entsprechende Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Zudem unterstütze der Familienverband die Bemühungen der "Aktion Leben" um eine staatlich finanzierte Notfallhilfe für Schwangere in Notsituationen.
Familienverband: "Blinder Fleck grüner Politik"
Kritik an der Forderung Glawischnigs nach Abtreibung auf Krankenschein kam am Donnerstag auch vom Katholischen Familienverband der Erzdiözese Wien (KFVW). Dessen Geschäftsführer Andreas Cancura kritisierte den "blinden Fleck" grüner Politik: "Frösche und Auen sind den Grünen ein Anliegen, bei ungeborenen Kindern hört sich die 'Compassion' offenkundig auf. Kinder sind keine Krankheit, vor der es sich zu schützen gilt", so Cancura. Die Krankenkassen seien von ihrem Auftrag her nicht dazu da, Tötungen zu finanzieren; die von Glawischnig vorgeschlagene "Abtreibung auf Krankensschein" sei daher striktest abzulehnen.
Viel mehr seien bundespolitisch endlich entschiedene Maßnahmen "zur Eindämmung des Übels und der schweren Menschenrechtsverletzung Abtreibung" zu setzen. Dringend notwendig sei eine bundesweite Abtreibungsstatistik und Motivforschung, um die Gründe, die zu Abtreibungen führen, endlich zu kennen und entsprechende Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Zudem unterstütze der Familienverband die Bemühungen der "Aktion Leben" um eine staatlich finanzierte Notfallhilfe für Schwangere in Notsituationen.