Neue rumänisch-orthodoxe Kirche für Salzburg
Salzburg, 6.5.07 (KAP) In Salzburg entsteht eine neue rumänisch-orthodoxe Kirche. Das Grundstück wurde von der Erzabtei St. Peter zur Verfügung gestellt. Das Gotteshaus wird in der traditionellen Holzbauweise des nördlichen Siebenbürgen in Rumänien vorgefertigt und dann in Salzburg aufgestellt. Mit 20 Metern Höhe wird die Kirche die höchste reine Holzkonstruktion in Österreich sein. Bei der Finanzierung hilft die liechtensteinische Stiftung "Propter Homines". Die Grundsteinlegung soll Mitte Juni erfolgen, die Fertigstellung ist bis Anfang November vorgesehen.
Bei der Präsentation des Projekts am geplanten Standort der neuen Kirche im Salzburger Stadtteil Schallmoos verwies der Salzburger rumänisch-orthodoxe Pfarrer, Erzpriester Dumitru Viezuianu, auf das ständige Wachstum seiner Gemeinde, der heute im ganzen Bundesland Salzburg 3.000 Gläubige angehören. Die rumänisch-orthodoxen Gläubigen seien gut integriert; die rumänisch-orthodoxe Kirche sei schon 1787 in den habsburgischen Ländern anerkannt worden. Seit der offiziellen Gründung der Salzburger Pfarrgemeinde 1976 seien die Gottesdienste in katholischen Kirchen gefeiert worden; die ständige Entwicklung der Gemeinde und ihr aktives Leben verlangten aber jetzt nach einem eigenen Gotteshaus. Die religiöse, kulturelle und ökumenische Tätigkeit des neuen rumänischen Kirchenzentrums werde ein Beitrag zur kirchlichen Vielfalt in Salzburg sein, betonte Viezuianu. Die Zusammenarbeit mit den anderen christlichen Kirchen sei schon jetzt sehr gut.
Der Erzabt von St. Peter, P. Edmund Wagenhofer, und der Vorsitzende der Salzburger "Pro Oriente"-Sektion, Altlandeshauptmann Hans Katschthaler, sprachen von einem "wichtigen Signal der ökumenischen Kooperation zwischen den Kirchen". Der Zweite Landtagspräsident Michael Neureiter berichtete von der Bereitschaft der Salzburger Zimmerer, beim Aufbau der in Siebenbürgen gefertigten Kirche mitzuarbeiten. Außerdem versprach er die Beschaffung einer Glocke.