Soldaten aus Österreich in Lourdes
Paris-Wien, 10.5.07 (KAP) Hunderte Österreicher nehmen derzeit an der internationalen Soldatenwallfahrt nach Lourdes in Frankreich teil. Angeführt wird die österreichische Delegation durch Bischofsvikar Msgr. Werner Freistetter, der Militärbischof Christian Werner vertritt.
Die jährliche Soldatenwallfahrt nach Lourdes, entstanden aus einer Initiative französischer und deutscher Militärseelsorger, ist die größte europäische "Friedenskundgebung" bekennender Katholiken in den Armeen. 1944 pilgerten erstmals französische Soldaten nach Lourdes. Daraus entstand eine regionale, später eine nationale und schließlich eine internationale Soldatenwallfahrt für Militär-Angehörige aus aller Welt. Insgesamt treffen rund 20.000 Soldaten und Armee-Mitarbeiter aus 30 Nationen bei der jährlichen Soldatenwallfahrt in Lourdes zusammen. Die diesjährige 49. Internationale Soldatenwallfahrt steht unter dem Leitwort: "Lasst Euch mit Gott versöhnen".
Der französische Wallfahrtsort Lourdes feiert ab Dezember des Jubiläum "150 Jahre Marienerscheinungen". Außerhalb von Lourdes, am Fluss Gave in der Nähe der Grotte von Massabielle, wurde am 11. Februar 1858 dem damals 14-jährigen Hirtenmädchen Bernadette Soubirous (1844-1879) beim Holzsammeln die erste Marienerscheinung zuteil. Die 18. und letzte Erscheinung erfolgte am 18. Juli 1858.
Seither kam es in Lourdes zu rund 30.000 Heilungen; 6.000 davon sind dokumentiert. Ein Medizinerkomitee erkannte 68 Fälle als wissenschaftlich nicht erklärbare Wunderheilungen an, den letzten davon erst im Vorjahr: Eine Französin hatte seit 1992 an einem Lymphom und seit 1993 auch an schwerer Leukämie gelitten. Trotz Chemotherapie waren ihre Überlebenschancen als gering eingestuft worden. Nach einem Besuch in Lourdes sei sie genesen und lebe seit Jahren ohne Rückfall, so das Medizinerkomitee.