Jubel um Papst bei Ankunft in Brasilien
Brasilia, 9.5.07 (KAP) Mit Jubel wurde Papst Benedikt XVI. am Mittwoch in Brasilien empfangen. Die Boeing 777 der "Alitalia" erreichte Sao Paulo nach zwölfstündigem Flug eine halbe Stunde früher als geplant um 16 Uhr Ortszeit. Bei der Ankunft herrschte regnerisches Wetter bei nur 13 Grad. Zur Begrüßung des Papstes waren Staatspräsident Luis Inacio "Lula" da Silva und die Spitzen des brasilianischen Episkopats auf den Flughafen der Mega-Metropole gekommen.
Anschließend flog Benedikt XVI. mit einem Helikopter zum 20 Kilometer entfernten Campo de Marte in Sao Paulo. Dort war der Empfang durch die politischen Spitzen der Stadt vorgesehen, bei dem Benedikt XVI. die Stadtschlüssel und die Ehrenbürgerschaft überreicht wurden.
"In bin sehr glücklich, einige Tage mit den Brasilianern verbringen zu können", sagte Benedikt XVI. in seinen Grußworten an den Präsidenten. Brasilien sei eine "Nation mit großer katholischer Tradition". Die Seele des brasilianischen Volkes und aller Lateinamerikaner sei zutiefst von christlichen Werten geprägt. Er sei zuversichtlich, dass die am Sonntag in Aparecida beginnende Generalversammlung der lateinamerikanischen Bischöfe die religiöse Identität des ganzen Kontinents stärken werde, so der Papst. Dabei gehe es auch um den "Respekt vor dem Leben von der Empfängnis bis zum natürlichen Ende".
Benedikt XVI. betonte, die Kirche wolle den Menschen Werte vorlegen. Deshalb werde sie sich immer besonders für die Familie als Keimzelle der Gesellschaft einsetzen. Die Bildung der Jugend nannte der Papst einen "entscheidenden Faktor für die Zukunft einer Nation".
Gleich in seinen Eingangsworten kam der Papst auch auf das Thema der Neuevangelisierung zu sprechen. Die Kirche müsse Zeugnis von der Liebe Gottes ablegen, sagte er mit Bezug auf seine Enzyklika "Deus caritas est" (Gott ist die Liebe). Die Verkündigung des Evangeliums stehe im Dienst des Friedens und der Gerechtigkeit. Deshalb habe auch die bevorstehende Versammlung der lateinamerikanischen Bischöfe einen "essenziell missionarischen" Charakter.
