Auszeichnung für "Furche"-Feuilleton-Chef Cornelius Hell
Wien, 16.5.07 (KAP) Cornelius Hell, Leiter des Feuilletons der Wiener christlichen Wochenzeitung "Die Furche", ist mit einer "Ehrenden Anerkennung" der Jury des "Dr. Karl Renner-Publizistikpreises" bedacht worden. "Damit will die Jury die gesamte Redaktion dieser hervorragenden Zeitschrift ehren", begründete der Vorsitzende der Jury und Präsident des Österreichischen Journalisten Clubs (ÖJC), Fred Turnheim, die seltene Entscheidung, eine "Ehrende Anerkennung" beim "Rennerpreis" zu vergeben. Die Überreichung erfolgte am Dienstagabend bei der ÖJC-Soiree im Marmorsaal des Oberen Belvedere.
Der "Dr. Karl Renner-Publizistikpreis 2006/2007" wurde dem ORF-Journalisten Christoph Feurstein zuerkannt. Feurstein hatte den Fall der verschwundenen Natascha Kampusch acht Jahre lang eingehend verfolgt, bis diese sich im Vorjahr von ihrem Entführer befreien konnte. Mit der Auszeichnung werde die "Hartnäckigkeit" gewürdigt, mit der Feurstein scheinbar alltägliche Fälle journalistisch verfolge, so die Jury.
Im Blick auf die "Furche" hieß es, man wolle "einer mutigen Redaktion in wirtschaftlich schwierigen Zeiten moralische Unterstützung geben". Es gehe nicht um "die einzelne Veröffentlichung, sondern die publizistische Gesamtleistung des Ausgezeichneten und seiner Redaktion".
Cornelius Hell, 1956 in Salzburg geboren, studierte Germanistik und Theologie. Seit 2002 ist er Ressortleiter des Feuilletons der "Furche". Schwerpunkte seiner kulturpublizistischen Tätigkeit sind die Vermittlung ostmitteleuropäischer (z.B. litauischer) Kultur und Literatur sowie die Diskussion über Grenzfragen von Kultur und Religion.
Der "Dr. Karl Renner-Publizistikpreis" ist mit 7.000 Euro dotiert und wird alle zwei Jahre vom ÖJC verliehen.