Papstbesuch: großes Privileg für Österreich
Wien, 28.5.07 (KAP) Der Papstbesuch in Österreich im September ist "ein großes Privileg für unser kleines, aber von Benedikt XVI. geliebtes Land": Dies betonte Kardinal Christoph Schönborn beim Pfingsthochamt im Wiener Stephansdom. Die Reise nach Österreich sei die einzige europäische Auslandsreise des Papstes in diesem Jahr. Das Motto des Papstbesuchs "Auf Christus schauen" sei ein Hinweis darauf, dass Christus zu jedem Menschen in dessen "Herzenssprache" spricht.
Auch beim ersten Pfingsten hätten sich die Menschen aus den verschiedensten Ländern von den Aposteln in ihrer "Herzenssprache" angesprochen gefühlt, sagte Kardinal Schönborn. Die Menschen hätten nach der Herabkunft des Heiligen Geistes in den Worten der Apostel "Heimat" gefunden.
Der Heilige Geist spreche zunächst in der "vertrauten Sprache der Schöpfung", unterstrich der Wiener Erzbischof. Papst Benedikt XVI. bezeichne die Wirklichkeit als "Gestalt gewordene Idee des Schöpfergeistes". Auch ihm gehe es, so Kardinal Schönborn, in der seit zwei Jahren geführten Diskussion um "Evolution und Schöpfung" nicht um einen anachronistischen "Kampf gegen die Wissenschaft", sondern um die Einladung, "auf die Sprache des Schöpfergeistes zu hören".
Pfingsten sei ein Fest des Friedens und der Vergebung, betonte Kardinal Schönborn. Der Quell des Geistes von Frieden und Vergebung sei Christus, der nicht als "Fremdling" oder als "Eindringling" zu den Völkern kommt. Das habe auch Benedikt XVI. in seinen von manchen kritisierten Worten bei der Eröffnung der V. Generalkonferenz des lateinamerikanischen Episkopats in Aparecida zum Ausdruck gebracht. Freilich könne man sagen, dass die Kolonisatoren manches zerstört haben. Aber Christus raube keinem Volk etwas, nur das, was falsch und böse ist, aber nichts von dem, "was gut, wahr und schön im Leben und Denken der Völker ist".
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