Wolfgang Wiedermann neuer Abtpräses
St.Pölten, 12.6.07 (KAP) Wolfgang Wiedermann, Abt des niederösterreichischen Stiftes Zwettl, ist neuer Abtpräses der Österreichischen Zisterzienserkongregation. Nachdem der bisherige Abtpräses, der Heiligenkreuzer Abt Gregor Henckel-Donnersmarck, am Dienstag, 12. Juni, seinen vorzeitigen Rücktritt erklärt hatte, wurde der Zwettler Abt beim Kapitel der Österreichischen Zisterzienserkongregation am selben Tag als Nachfolger gewählt. Zum Ersten Assistenten des neuen Abtpräses wurde der Lilienfelder Abt Matthäus Nimmervoll gewählt. Die Kapitelversammlung fand im Stift Rein statt.
Wie P. Karl Wallner vom Stift Heiligenkreuz im Gespräch mit "Kathpress" mitteilte, sei die Tätigkeit von Abt Henckel-Donnersmarck im Stift "so anspruchsvoll und umfangreich geworden", dass eine "stärkere Konzentration auf die Tätigkeiten im Kloster" notwendig geworden sei. Aus diesem Grund überlege der Heiligenkreuzer Abt auch weitere Ämter niederzulegen, die nicht unmittelbar mit dem Stift in Zusammenhang stünden.
Henckel-Donnersmarck war seit 2003 als Abtpräses der Österreichischen Zisterzienserkongregation tätig. Die Amtszeit des Abtpräses beträgt in der Regel sechs Jahre. Zur Österreichischen Zisterzienserkongregation gehören derzeit sechs österreichische Klöster - die oberösterreichischen Stifte Schlierbach und Wilhering, die niederösterreichischen Stifte Lilienfeld, Zwettl und Heiligenkreuz sowie das steirische Stift Rein - sowie das unter Abtpräses Henckel-Donnersmarck in die Kongregation aufgenommene tschechische Stift Hohenfurth.
Abt Wolfgang Wiedermann wurde am 31. Dezember 1940 geboren und stammt aus der Pfarre Zistersdorf. 1959 trat er ins Stift Zwettl ein, 1965 wurde er zum Priester geweiht. Wiedermann war Seelsorger in Wiener Neustadt, bis ihn der damalige Abt Ferdinand Gießauf 1976 als Prior nach Zwettl berief. Seit 1977 ist Wiedermann Konventdelegierter des Stiftes Zwettl in der Österreichischen Zisterzienserkongregation. 1996 wählte in der Konvent zum 68. Abt des Stiftes Zwettl.
