Restaurierungen im Stift Heiligenkreuz zum Papstbesuch
Wien, 25.6.07 (KAP) Um für den Besuch von Papst Benedikt XVI. am 9. September gerüstet zu sein, sind im Stift Heiligenkreuz derzeit eine Reihe von Restaurierungsarbeiten im Gange. Erneuert werden neben der Außenfassade des Stifts u.a. auch der Platz vor der Hauptfassade, das Wienertor, der Kirchturm und die Südseite der Bibliothek. Wie P. Karl Wallner am Montag im Gespräch mit "Kathpress" sagte, handle es sich dabei um Vorhaben, die für die kommenden fünf Jahre ohnehin geplant waren, nun aber wegen des Papstbesuchs vorgezogen würden.
Besonderes Augenmerk wurde dabei auf die Hauptfassade gelegt, wozu auch jener Erker gehört, von dem aus Papst Benedikt XVI. bei seinem Heiligenkreuz-Besuch die Pilger segnen wird. Auch der Platz vor der Hauptfassade wird neu gestaltet. Das Kriegerdenkmal, dass sich bisher auf diesem Platz befand, bekommt dazu einen neuen Platz vor der Kreuzkirche.
Akrobatische Einlagen wird es bei der Renovierung des Kirchturms zu sehen geben. Da auf Grund der Zeitknappheit eine Einrüstung des Turms nicht mehr möglich ist, werden die Arbeiten nun vor Südtiroler Bergsteigern durchgeführt, die angeseilt aber ohne festen Halt in luftiger Höhe an die Arbeit gehen.
Neu errichtet wird auf dem Busparkplatz in der Nähe der Päpstlichen Hochschule ein Denkmal zur Erinnerung an das Zweite Vatikanische Konzil und das Konzilsdokument "Dignitatis Humanae", das die Religionsfreiheit betont und verteidigt. Errichtet wird das Denkmal von einem privaten Verein. Geplant ist eine Art Sonnenuhr mit einem riesigen, acht Meter hohen Zeiger, dessen Schatten auf ein Mosaik fällt, dass die Anbetung des Jesuskindes durch die Heiligen Drei Könige darstellt. Am 6. Jänner, dem Fest Epiphanie, soll das Licht durch eine Öffnung im Zeiger direkt auf das Christuskind fallen. Auf Grund der umfangreichen Arbeiten wird dieses Denkmal allerdings nicht mehr bis zum Papstbesuch fertig werden.
P. Wallner zeigte sich zuversichtlich, dass alle sonstigen Arbeiten bis zum Papstbesuch fristgerecht abgeschlossen werden können. Die Kosten bezifferte er mit etwas über einer halben Million Euro. Ein Drittel davon übernimmt das Land Niederösterreich.