Dammbruch: Nicht "die Kirche" war schuld
Wien, 7.4.06 (KAP) "Der Kirche geht es in erster Linie um den Schutz der Bevölkerung": Rentmeister Friedolin Hietel wies am Freitag die "absurden Unterstellungen" zurück, "die Kirche" sei schuld, dass bei Jedenspeigen im Marchgebiet der Damm nicht gehalten hat.
Die Wiener Tageszeitung "Die Presse" hatte am Freitag entsprechenden Äußerungen des Projektleiters der "via-donau"-Wasserstraßengesellschaft und von zwei Bürgermeistern Raum gegeben. Hietel, der für das Erzbischöfliche Mensalgut zuständig ist, verwies darauf, dass die Vorgangsweise der "via-donau" bei der Grundablöse zwar nicht den Prinzipien der Fairness entsprochen habe. Trotzdem sei man seitens des Mensalgutes darauf eingegangen, "weil uns die Sicherheit der Menschen am Herzen liegt".
Die "via-donau" hatte selbst eingeräumt, dass es "im Verlauf der Planungen leider verabsäumt worden" sei, das "Projekt der Dammsanierung in der Gemeinde Jedenspeigen vorzustellen und vor allem auch jenen Grundeigentümern zu erläutern, die von den Maßnahmen unmittelbar betroffen sind", wie aus einem Brief von "via-donau"-Geschäftsführer Helmut Pable hervorgeht.
"Alle kirchlichen Einrichtungen stehen an der Seite der vom Hochwasser betroffenen Menschen", betonte Hietel. Versuche, der Kirche die Schuld in die Schuhe zu schieben, müssten aber entschieden zurückgewiesen werden. Das Erzbischöfliche Mensalgut ist mit Maschinen und Arbeitskräften fast rund um die Uhr im Katastropheneinsatz; u.a. werden Sandsäcke für die Ausbesserung des Dammes befüllt und zur Bruchstelle gebracht.